Saftige Geldstrafe für Pornobilder von minderjährigem Mädchen

dzAnklage vor dem Amtsgericht

Ein 45 Jahre alter Bergkamener verschickt kurz nach seiner letzten Verurteilung pornografische Bilder eines etwa 14-jährigen Mädchens. Dafür bekommt er eine saftige Geldstrafe.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 15.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Der letzte einschlägige Prozess lag wenige Monate zurück, als ein Bergkamener erneut mit Jugendpornografie auffiel. Diesmal versorgte er einen Gleichgesinnten mit entsprechenden Bildern. Das kommt ihn teuer zu stehen.

Im April 2016 wurde der 45-Jährige schon wegen Besitzes von jugendpornografischen Schriften zu einer Geldstrafe verurteilt. Das konnte ihn, selbst Vater einer Tochter, aber nicht davon abhalten, einem Mann, der jetzt gesondert angeklagt wird, nur sechs Monate später fünf Bilder von einem etwa 14-jährigen Mädchen, das entweder zum Teil oder komplett nackt war und Vergleichbares per WhatsApp zu schicken. Das Mädchen gab er im Chat als seine Tochter aus und tauschte sich mit dem Anderen über sexuelle Fantasien in dem Bereich aus. Die Tat kam ans Licht.

Angeklagter räumt Vorwurf ein

Am Dienstag saß der Bergkamener deshalb erneut im Amtsgericht Kamen auf der Anklagebank. Diesmal wurde ihm Verbreitung von Jugendpornografie zur Last gelegt. Er entschied sich, den Vorwurf vor Gericht sofort einzuräumen. „Ich habe es ja gemacht. Also möchte ich auch dazu stehen“, sagt er. Auf den Fotos sei nicht seine eigene Tochter abgebildet gewesen, erklärte er. Vielmehr habe er die Bilder selbst über das Internet erhalten. Nunmehr befinde er sich in Therapie und habe auch das Gefühl, dass es etwas bringe. „Dass ich Scheiße gebaut habe, das weiß ich.“ Auch sei ihm durchaus bewusst, dass er Glück habe, dass ihn seine Ehefrau noch nicht aus der gemeinsamen Wohnung geworfen habe.

Das offene Geständnis und die Therapie sprachen letztlich für den 45-jährigem Bergkamener, die einschlägige Vorbelastung und insbesondere das hohe Rückfalltempo gegen ihn. Das Gericht verurteilte ihn diesmal zu 1800 Euro Geldstrafe und in der Urteilsbegründung fand der Richter deutliche Worte: „Das ist schon eine unappetitliche Geschichte, zumal Sie selbst eine Tochter haben.“ Und dass er dem gesondert Verfolgten dann auch noch sage, was er mit dem Mädchen tun könne oder solle. „Dass das nicht in Ordnung ist, wissen Sie selbst.“ Zwar sei er nicht derjenige, der die Fotos gemacht habe, aber jemand, der davon profitiert habe. „Sehen Sie zu, dass wir uns hier nicht wiedersehen.“

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