Ruhestörerin droht Polizistin mit Biss und beleidigt die Beamten

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 19.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Bewohnerin eines Hauses in Bergkamen konnte in der Nacht des 20. April die laute Musik ihrer Nachbarin einfach nicht mehr ertragen. Also rief sie die Polizei. Die Beamten mussten gar nicht lange nach dem Ort des Geschehens suchen. Er kündigte sich bereits zwei Häuser vorher lautstark an. Vor dem eigentlichen Haus angekommen, konnten die Beamten wegen des Lärms nicht einmal mehr miteinander reden.

So schilderte eine Polizistin am Freitag im Amtsgericht Kamen die damalige Situation. Die Ruhestörerin musste sich wegen Beleidigung verantworten.

Aufgrund der Musik konnte die Angeklagte weder das Klingeln noch das Klopfen oder Rufe der Beamten hören. Ein Polizist machte daraufhin kurzen Prozess und drehte die Sicherung heraus. Die Angeklagte und zwei männliche Gäste erschienen in der Tür. Als die Polizistin die Personalien der Frau überprüfen wollte, gab es statt des Ausweises die Beleidigung – ein übles Schimpfwort in Dauerschleife.

Dann, so die Beamtin im Zeugenstand, habe sich die 28-Jährige damit gebrüstet, bei einem früheren Einsatz wegen Widerstandshandlungen eine Polizistin gebissen zu haben. „Sie würde es auch gerne bei mir machen, hat sie gesagt“, so die Zeugin.

Die Bergkamenerin sei zunehmend aggressiver geworden. Einer der Gäste habe sie gerade noch so festhalten können. „Ich war volltrunken. Ich weiß auch gar nichts mehr. Aber der Alkohol soll es nicht entschuldigen. Es war ein Unding, was ich da gemacht habe, und es tut mir leid“, erklärte die Angeklagte. Auch bei der Polizistin entschuldigte sie sich noch einmal persönlich.

Das sprach bei der Urteilsfindung für die 28-Jährige. Gegen sie sprachen allerdings die einschlägige Vorstrafe und eine weitere Verurteilung wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln. Der Richter verhängte schließlich eine Bewährungsstrafe von vier Monaten.

Als Auflage muss die Bergkamenerin 360 Euro an die Gerichtskasse zahlen. Für sie als Hartz-IV-Empfängerin eine spürbare Sanktion.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Freibad

Kampf für das Naturfreibad Heil: „Nach 109 Jahren kann doch nicht plötzlich Schluss sein.“

Hellweger Anzeiger Töddinghauser Straße

„Massiver Eingriff in die Grundrechte“: Jetzt ziehen die Geräumten vor Gericht

Hellweger Anzeiger Musikalische Ferien

In Bergkamen entsteht ein hippes Musikvideo: Jugendliche spucken große Töne

Hellweger Anzeiger Verlust der Vereinsgaststätte

Die Oberadener Vereine behelfen sich und hoffen auf den neuen Raum im Museum

Hellweger Anzeiger Kinderkulturtage

Schmuse-Schafe und stampfende Elefanten: Tierisches Ferienprojekt im Wasserpark

Meistgelesen