Rünther Bestatter eröffnen in Bergkamen-Mitte einen „Raum der Erinnerung“

dzNeue Filiale

Das Rünther Bestattungshaus Wiegmann und Maaz eröffnet eine Filiale an der Bambergstraße/Ecke Landwehrstraße in Bergkamen-Mitte. Dort wird es auch einen „Raum der Erinnerung“ geben.

Bergkamen

, 23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In dem Ladenlokal, in dem zuletzt der Innenausstatter Suttrop seinen Sitz hatte, wollen die Rünther Bestatter Wiegmann und Maaz künftig Trauerfeiern abhalten. Auf den Begriff „Trauerhalle“ verzichten sie dabei ganz bewusst, sagt Dirk Wiegmann: „Das klingt so traurig.“ Ihm und seinem Partner schwebt hingegen vielmehr ein Ort vor, an dem die Hinterbliebenen sich an den Verstorbenen erinnern können. Und das nicht nur bei den Trauerfeiern vor den Bestattungen: „Wir planen einmal im Monat einen Abend der Erinnerung“, kündigt Wiegmann an. Das soll eine Art Trauerkreis sein, bei dem Hinterbliebene zusammenkommen können, um sich auszutauschen und die Trauer gemeinsam zu bewältigen.

Ein Raum für nichtkirchliche Trauerfeiern

Die neuen Räume an der Bambergstraße erweitern die Möglichkeiten von Wiegmann und Maaz. „In Rünthe haben wir keine Trauerhalle“, sagt Wiegmann. Als Ort für die Trauerfeiern in dem Stadtteil stehen deshalb ausschließlich die Kirchen zur Verfügung. „Die Zahl der nichtkirchlichen Bestattungen nimmt zu“, sagt Wiegmann. Bisher mussten die Rünther Bestatter in solchen Fällen nach Werne ausweichen. Künftig können sie die Trauerfeiern dann in den eigenen Räumlichkeiten in Mitte ausrichten.

Bestatter-Filiale

Tag der offenen Tür

  • Das Bestattungsunternehmen Wiegmann und Maaz eröffnet seine neue Filiale an der Bambergstraße 1 am Samstag, 4. Mai, mit einem Tag der offenen Tür-
  • Von 14 bis 18 Uhr gibt es Informationen rund um das Thema Bestattung, Bestattungsmöglichkeiten und Bestattungsvorsorge.
  • Der ökumenische Gottesdienst zur Einweihung des „Raumes der Erinnerung“ beginnt um 16 Uhr.

Ökumenischer Gottesdienst zur Einweihung

Gleichwohl berücksichtigen Wiegmann und Maaz, dass Beerdigungen für viele Menschen eine religiöse Dimension haben. Deshalb soll der „Raum der Erinnerung“ am Samstag, 4. Mai, während eines Tages der offenen Tür mit einem ökumenischen Gottesdienst eingeweiht werden, zu dem je ein Pastor aus der evangelischen Friedenskirchengemeinde und aus dem katholischen Pastoralverbund kommt. Zum Glück herrsche in Bergkamen ja ein einträchtiges Miteinander der beiden Konfessionen, meint Wiegmann: „Das ist nicht in allen Städten so.“

Rünther Bestatter eröffnen in Bergkamen-Mitte einen „Raum der Erinnerung“

Der Trend zu Seebestattungen und anderen unkonventionellen Bestattungsformen nimmt zu. © picture alliance / dpa


Trend zu unkonventionellen Bestattungsformen

Mit der neuen Trauerhalle in Mitte reagiert das Bestattungsunternehmen außerdem auf den Trend zu unkonventionellen Bestattungsformen. So nimmt nach Angaben von Wiegmann sowohl die Zahl der Baumbestattungen, etwa im Cappenberger Forst, als auch die der Seebestattungen zu. Gleichwohl brauchen die Hinterbliebenen einen Raum, in dem sie sich treffen können, um des Verstorbenen zu gedenken. Dass sich immer mehr Menschen gegen die klassische Form der Erdbestattung entscheiden, hat nach Ansicht Wiegmanns Ansicht mit den steigenden Kosten und Friedhofsgebühren zu tun. Im Fall der Seebestattung können die Angehörigen allerdings nicht frei wählen: „Die ist nur möglich, wenn der Verstorbene das zu Lebzeiten verfügt hat“, erläutert der Bestatter.

Umfangreicher Umbau

Um in dem früheren Ladenlokal an der Bambergstraße eine angemessene Umgebung und Atmosphäre für Trauerfeiern und Abende der Erinnerung zu schaffen, waren eine Menge Umbauten nötig. Auch der Vermieter habe ordentlich in die Immobilie investiert, sagt Wiegmann. Die Eröffnung der neuen Filiale ist für den 6. Mai geplant. Einer der Gründe, warum sich Wiegmann und Maaz nach Bergkamen-Mitte erweitern liegt darin, dass es in der näheren Umgebung kein Bestattungsunternehmen gibt. Die neue Filiale besteht dann auch nicht nur aus dem „Raum der Erinnerung“, Wiegmann und Maaz wollen auch einen Bürobetrieb einrichten. „Dafür haben wir eigens eine 450-Euro-Kraft eingestellt“, sagt Wiegmann. In seiner Rünther Zentrale beschäftigt das Bestattungsunternehmen derzeit vier Mitarbeiter.

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