Rolf Escher nimmt die Kunstfreunde mit auf eine Reise nach Rom

dzGalerie „sohle 1“

Wer die Schönheit der „Ewigen Stadt“ bewundern will, der kann eine Rom-Reise buchen. Oder er besucht die Ausstellung mit Zeichnungen von Rolf Escher, die am Sonntag in der „sohle 1“ beginnt.

Bergkamen

, 15.01.2020, 13:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2014 ist der Künstler Rolf Escher mehrmals jährlich nach Rom gereist. Weil er jedes Mal seinen Skizzenblock dabei hatte, können bald auch die Besucher der städtischen Galerie „sohle 1“ an seinen Eindrücken teilhaben. Dort beginnt am Sonntag, 19. Januar, die Ausstellung „Roma – Ewige Stadt“, die Eschers „Zeichnerische Streifzüge“ dokumentiert.

Rolf Escher zeigt neue Zeichnungen

Die Galerie-Leiterin Simone Schmidt-Apel rechnet mit einem großen Andrang bei der Vernissage: Escher, der in Essen und Berlin lebt und arbeitet, hat schon häufiger in Bergkamen ausgestellt und zahlreiche Anhänger in der Stadt und der Region. Die können sich auf Neues freuen: „Die Zeichnungen, die aus den vergangenen fünf Jahren stammen, habe ich in dieser Form noch nicht ausgestellt“, sagt Escher. Ein Großteil von ihnen sind in seinem Essener Atelier entstanden, wobei sich Escher auf die Skizzen gestützt hat, die er bei seinen Spaziergängen durch Rom gemacht hat.

Ein schöner Platz zum Zeichnen am Tiber

Einige Werke der Ausstellung hat der Künstler auch direkt in Rom gezeichnet. So hat er einen ruhigen Platz am Tiber gefunden, der ihm einen guten Blick auf die Engelsbrücke und die Engelsburg bot.

Rolf Escher nimmt die Kunstfreunde mit auf eine Reise nach Rom

Die Engelsburg ist eines der Motive, die Rolf Escher in Rom fand. © picture alliance/dpa

Die war ursprünglich ein Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian. Die Spuren der Antike tauchen dann auch häufig auf Eschers Bildern auf. Aber der Ausstellungstitel „Ewige Stadt“ ist durchaus ernst gemeint. „Mich interessiert die Zeitlichkeit der Dinge und der historische Wandel“, sagt Escher.

So zeichnete er auch Paläste und andere Bauten, die etwa aus der Zeit der Renaissance stammen. Das moderne Rom habe durchaus auch seine Reize, meint der Reisende. Aber für seine Zeichnungen hat er sich dann doch auf die historischen Aspekte der Stadt beschränkt. Auch Menschen sucht man auf seinen Bildern vergeblich: „Aber ich zeige ja Dinge, die Menschen geschaffen haben“, sagt er.

Ausstellung

Vernissage am Sonntag

  • Die Vernissage der Ausstellung „Roma – Ewige Stadt“ mit zeichnerischen Streifzügen von Rolf Escher beginnt am Sonntag, 19. Januar, um 11.30 Uhr in der städtischen Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum an der Jahnstraße 31 in Bergkamen-Oberaden. Die Einführung hält Thomas Hengstenberg.
  • Die Ausstellung ist bis zum 1. März zu sehen. Die Galerie „sohle 1“ ist dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Zur Finissage am 1. März ist ab 11.30 Uhr ein Künstlergespräch mit Rolf Escher und Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel geplant.

Der Künstler nutzt unterschiedliche Techniken

Auch in dieser Hinsicht interessiert ihn das Vergehen der Zeit. Und das spiegelt sich auch darin wider, dass er für seine Zeichnungen unterschiedliche Techniken verwendet. Mal greift er zum Bleistift mal zur Feder. Auch das Licht spielt in seinen Rom-Zeichnungen eine Rolle.

Einige Vernissage-Besucher können Eschers Rom-Eindrücke auch mit nach Hause nehmen. Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgrafik einer Auflage von 25 Stück: „Die habe ich in meiner eigenen Druckwerkstatt hergestellt“, sagt der Künstler.

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