Römerpark in Oberaden: Nordtor braucht Extra-Fundamente

dzErweiterungsprojekt

Zusätzliche Holzpfosten sind für die Standsicherheit des geplanten Nordtors im Römerpark Bergkamen unabdingbar. Wo die Tücken liegen, erklärte Museumsleiter Mark Schrader nun vor Mitgliedern des Fördervereins.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 16.11.2019, 11:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Großes Interesse an der Planung für das Nordtor im Römerpark: Das zeigte sich im Café des Stadtmuseums, wo der Museumsförderverein seine Mitglieder am Freitagabend über aktuelle Entwicklungen auch bei anderen Themen informierte.

Bevor der Leiter des Stadtmuseums, Mark Schrader, in seinem Referat Neuigkeiten aus der Bergkamener Gegenwart und Vergangenheit mitteilen durfte, konnte der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jens Herold, zu seiner großen Freude vier neue Mitglieder begrüßen.

Dr. Kees Peterse hat als Archäologe die Entwicklung des Bergkamener Römerparks maßgeblich begleitet. Weil er aus gesundheitlichen Gründen bei der Mitgliederversammlung verhindert war, übernahm Schrader dessen Part. Allerdings nicht ohne Peterse unter großem Applaus aller anwesenden Fördervereinsmitglieder schnellstmögliche Genesung zu wünschen.

„Denn eigentlich war ja heute geplant, dass Dr. Kees Peterse die 3D-Konstruktion des Nordtores vorstellen würde“, sagte Schrader. „Der Bau des Nordtores ist ja das Projekt, das aktuell maßgeblich vom Museumsförderverein gefördert wird.“

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Der Römerpark, der einen Nachbau einer römischen Schutzmauer als Attraktion vorweisen kann, soll erweitert werden. Wie die Erweiterung aussehen soll, steht fest. „Mit der 3D-Darstellung des Nordtores könnten wir auch endlich den Bauantrag für die Realisierung des Nordtores stellen“, berichtete Schrader. Allerdings ergäben sich durch das beidseitige schräge Gefälle an der geplanten Stelle nun doch einige neue bauliche Erfordernisse, die noch eingeplant werden müssten. So seien noch weitere hölzerne Pfosten wie an einer Perlenkette in den Boden einzutreiben, die für die Standsicherheit des Nordtores unabdingbar seien.

Römerpark in Oberaden: Nordtor braucht Extra-Fundamente

Museumsleiter Mark Schrader informierte die Mitglieder des Museumsfördervereins über den Stand der Planungen beim Nordtor. © Klaus-Dieter Hoffmann

Positive Nachrichten konnte Schrader bei der Planung der sogenannten Schiebekonstruktion für die Süd- und Sonnenfassade des Stadtmuseums verkünden. „Mit dieser Doppelfassade, die aus Dämmung und Schattung besteht, können wir dafür Sorge tragen, dass in den Ausstellungsräumen immer das gleiche Klima gehalten werden kann, um hier auch temperaturempfindliche Exponate ausstellen zu dürfen.“ Zudem würde durch die Doppelfassade ein großer nachhaltiger Spareffekt erzielt, der mit einer üblichen Lüftung nie erreicht werden könne.

Nach so viel Theorie gingen die Besucher zum gemütlichen Teil mit Gesprächen und einem Buffet über. Dieses war nicht römisch, sondern mit Krustenbraten westfälisch. „Zwar gibt es am Niederrhein so einige Caterer, die auch Römisches auf der Speisekarte haben, aber ich bevorzuge dann doch lieber unsere lokalen Gastronomen, die uns auch immer beim Römerfest tatkräftig unterstützen.“ Und vielleicht versuche sich ja einer von ihnen dann auch mal selbst an den römischen Speisen, hofft Schrader mit einem Augenzwinkern.

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