Risse in der Wand: Luther-Gemeinde sperrt Treffpunkt für Jugendliche und Wichtelgruppe

dzEx-Kindergarten „Sonnenschein“

Normalerweise bringen Kinder und Jugendliche Leben in den ehemaligen Kindergarten an der Luther-Kirche. Aber nun herrscht dort Ruhe: Die Gemeinde hat das Gebäude wegen Baumängeln gesperrt.

Oberaden

, 19.09.2019, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich gelten die Kinderbetreuungsverträge, die der Verein „Kleine Wichtel“ abgeschlossen hat, seit Anfang September. Aber er kann sie derzeit nicht erfüllen, weil ihm die Räume dafür fehlen. Die Wichtelgruppe nutzt normalerweise den ehemaligen Kindergarten „Sonnenschein“ neben der Martin-Luther-Kirche in Oberaden. Aber das Gebäude ist derzeit gesperrt und darf deshalb nicht genutzt werden.

Risse in den Wänden

„Es sind Risse in den Wänden aufgetreten“, berichtet auf Nachfrage Artur Gallas aus dem Bauausschuss der Martin-Luther-Gemeinde, der die Immobilie gehört. Deshalb haben sich die Verantwortlichen schon im August entschieden, den Ex- „Sonnenschein“ erst einmal zu schließen. Betroffen davon ist auch die Jugendarbeit der Gemeinde. Denn in dem früheren Kindergarten hat der Kinder- und Jugendtreff seinen Sitz, der üblicherweise dienstags, mittwochs und donnerstags für Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 17 Jahren öffnet. Auch dort ruht der Betrieb derzeit, berichtet Gallas.

Jugendreferent sitzt im Lutherzentrum

Immerhin hat der Jugendreferent der Gemeinde René Puttler noch einen Arbeitsplatz. „Er ist in einem Büro im Martin-Luther-Zentrum untergekommen“, berichtet Gallas. Das Gemeindehaus steht direkt neben der Kirche und damit in unmittelbarer Nachbarschaft des gesperrten Kindergarten-Gebäudes. Auch für eine junge Frau, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Gemeinde begonnen hat, ist laut Gallas dort Platz. Die Gruppenangebote, die der Referent in dem Jugendtreff angeboten hat, müssen allerdings bis auf weiteres ausfallen.

Treffen am Montag

Offenbar rechnen die Gemeindeverantwortlichen damit, dass der frühere Kindergarten geräumt werden muss und deshalb länger nicht zur Verfügung steht. Eine Alternative gebe es derzeit noch nicht, sagt Gallas. Am Montag wollen sich Vertreter aus dem Bau- und dem Jugendausschuss des Presbyteriums zusammensetzen, um darüber zu beratschlagen, wie es weitergehen soll.

Die Wichtelgruppe sucht ein Ausweichquartier

Das wüsste auch Monika Weinreich vom Verein „Kleine Wichtel“ gerne. Sie und ihre Mitstreiterin sind dringend auf der Suche nach einem Ausweichquartier, in dem sie die Kinder im Vorschulalter betreuen können. Da sie bisher aber nicht fündig geworden sind, muss auch die Wichtelgruppe bis auf Weiteres ausfallen. „Ein Elternpaar ist schon abgesprungen“, sagt Weinreich. Verdenken könne man ihnen das nicht.

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