Es ist Kunst: Riesiger Motorradhelm liegt vor dem Rathaus

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Bergkamen ist wieder besetzt – mit Kunst. Bei der fünften Auflage der Stadtbesetzung dreht sich alles um das Thema „Was geht? Kunst in Bewegung“. Deshalb liegt ein Helm vor dem Rathaus.

Bergkamen

, 24.07.2020, 10:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Platzierung des großen Helms vor dem Bergkamener Rathaus ist der Auftakt einer Kunstaktion, die bis Ende September in der Stadt sein wird. „Was geht? Kunst in Bewegung“ ist der Titel der inzwischen fünften Aktion der Stadtbesetzung. Ein Projekt, das die Stadt Bergkamen in Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh.

Für Aufmerksamkeit hat der überdimensionale Helm am Busbahnhof schon gesorgt. „Es gab prompt Reaktionen von den Bürgern“, freute sich Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel bei der Vorstellung des Projekts. Wobei der aufgeschnappte Ausspruch „Oh, endlich mal was Modernes“ sie schon ins Grübeln gebracht habe, gab sie lachend zu.

Was geht? Kunst in Bewegung ist der Titel der diesjährigen Aktion im Rahmen der Stadtbesetzung. Ein Motorradhelm vor dem Rathaus symbolisiert den Auftakt.

Was geht? Kunst in Bewegung ist der Titel der diesjährigen Aktion im Rahmen der Stadtbesetzung. Ein Motorradhelm vor dem Rathaus symbolisiert den Auftakt. © Stephanie Tatenhorst

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Ziel wird schon jetzt erreicht

Die Reaktionen zeigen, dass das Ziel erreicht wird: „Wir wollen die Kunst in den öffentlichen Raum bringen, die Kunst zu den Menschen“, erklärte Dr. Josef Spiegel, Sprecher des Arbeitskreises Bildende Kunst im Kultursekretariat NRW Gütersloh. Das, so erklärte Dezernentin Christine Busch, sei bislang stets gelungen. „Es ist erstaunlich, was Körper darstellen können. Es gab Flächen, die von den Bürgern erst durch die Kunst entdeckt wurden, auch von Alteingesessenen.“ Diese Aha-Erlebnisse sollen nun fortgesetzt werden.

Motorradhelm in Viersen gesehen

Der Motorradhelm ist nur ein Sinnbild, ein Symbol für Bewegung. Sie habe nach einem Fahrradhelm gesucht, erklärte Simone Schmidt-Apel, aber keinen gefunden. Den Motorradhelm MH 06 des Berliner Künstlers Achim Riethmann sah sie im vergangenen Jahr in Viersen. „Da habe ich gesagt, den will ich auch in Bergkamen haben.“

Zur Stadtbesetzung ging der Wunsch in Erfüllung. Zufällig passt das diesjährige Thema auch perfekt zur bereits vorhandenen Kunst in Bergkamen. „Es passt zur Arbeit in Bergkamen, eine Arbeit, die sich im Kontext immer dynamisch weiterentwickelt hat“, schrieb Spiegel der städtischen Kulturarbeit ins Stammbuch. Aber auch die Kunstwerke selbst spiegeln Bewegung wider, von der Lichtkunst über Airport und Verkehrsnetz am Nordberg bis zur „Landschaft im Fluss“ in der Seseke.

Verschiede Angebote und Mitwirkungsmöglichkeiten

Zur diesjährigen Stadtbesetzung V 2020 wird Gästeführer Klaus Holzer daher Führungen zu Kunstwerken mit thematischem Bezug anbieten. Eine passende Ausstellung wird ab der nächsten Woche in der städtischen Galerie sohle 1 gezeigt. Und Bergkamener Bürger sind aufgerufen, sich zur Kunst in Bergkamen ihre Gedanken zu machen. Zum einen ist ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dem die Bergkamener die Kunstwerke kreativ fotografieren und ihre Gedanken dazu notieren sollen. Zum anderen kann jeder eigene Projekt-Ideen beisteuern.

Soziale Projekte vorstellen

So lautet eine Idee, dass sich Motorradclubs, die soziale Zwecke unterstützen, präsentieren könnten. „Wir sind aber für alles offen, da ist Vieles noch in der Entwicklung. Das ist Work in Progress“, sagte Schmidt-Apel.

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Stadt durch künstlerischen Impuls neu erfahren

Auch wenn der Auftakt mit einem Motorradhelm erfolgt und sowohl der Künstler Achim Riethmann als auch Sammler Florian Peters-Messer zu einem Gespräch darüber in die Stadt kommen werden, soll es nicht nur um motorisierte Bewegung gehen. Das Fahrrad und Bewegung allgemein sollen auch Teil der Kunstaktion sein. Die Stadtbesetzung zielt nämlich darauf ab, durch einen künstlerischen Impuls den Stadtraum neu zu befragen, Impulse zum Reflektieren und Erlebbarmachen zu geben und dem Publikum Gelegenheit zum unmittelbaren Austausch zu bieten. Bis Ende September läuft die Stadtbesetzung – dann verschwindet auch der große Motorradhelm vor dem Rathaus wieder.

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