Resolution gegen die L 821n geht noch ins Leere

dzKeine Reaktion

Der Bürgermeister hat die Ratsresolution gegen den Bau der L 821n bereits vor dreieinhalb Wochen auf den Weg gebracht. Bisher gibt es noch keine Reaktion vom Land.

Bergkamen

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Bürgermeister Roland Schäfer hat die Resolution gegen den Bau der L 821n bereits vor dreieinhalb Wochen auf den Weg gebracht. Er hat sie an den Landesbetrieb Straßen.NRW in Bochum geschickt und an den Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Die Reaktion lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Sie liegt bisher bei null.

Bürgermeister verwundert über Ministerium

Schäfer ist ohnehin nicht davon ausgegangen, dass sich der Landesbetrieb zu der Resolution äußert. Er ist nur die Behörde, die den Beschluss des Landes ausführen muss, die Straße zu bauen. Dass auch das Landesministerium bisher keine Reaktion gezeigt hat, verwundert ihn schon ein wenig. Schäfer hatte die Resolution am 13. Juni mit seiner Unterschrift versehen nach Düsseldorf und Bochum verschickt. „Bisher haben wir vom Verkehrsministerium aber noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung bekommen“, sagt er. Das könne bei Behörden schon einmal vorkommen. „Soll es aber nicht“, sagt Schäfer.

Nachfrage in Düsseldorf kommende Woche

Er will deshalb in der kommenden Woche noch einmal höflich beim Landesverkehrsministerium nachfragen, ob die Resolution angekommen ist und wann mit einer Stellungnahme zu rechnen ist. Die Straßengegner setzen große Hoffnung in die vom Stadtrat mit großer Mehrheit verabschiedete Resolution.

Der Rat hat auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen vom Land zu fordern, auf den Bau der L 821n zu verzichten. Die Sozialdemokraten haben ihren Antrag in der Ratssitzung am 6. Juni damit begründet, dass Straßen.NRW keinerlei verkehrslenkende Maßnahmen auf der Ortsdurchfahrt Weddinghofen plant, um vor allem den Lkw-Durchgangsverkehr auf die neue Straße zu zwingen. Straßen.NRW sollte die Schul- und die Kampstraße zur Kreis- oder Gemeindestraße zurückstufen, um eine Tonnagebeschränkung und Tempo 30 zu ermöglichen. Das lehnt der Landesbetrieb jedoch bisher kategorisch ab, weil dann nach seiner Ansicht eine Lücke im Landesstraßennetz entstehen würde.

Die Grünen hatten beantragt, eine Resolution zu fassen, die Straße unter allen Umständen komplett abzulehnen. Als sie damit scheiterten, hatten sie auch den SPD-Antrag unterstützt.

Straßengegner setzen große Hoffnungen auf Resolution

Die Straßengegner setzen so große Hoffnung auf die Ratsresolution, weil sich Minister Wüst bei der Entscheidung, die L 821n zu bauen, auf den damaligen Willen der Ratsmehrheit berufen hatte. Die ersten Rodungsarbeiten für den Bau der Straße hat es im südlichen Abschnitt bereits Ende Februar gegeben. Die eigentlichen Bauarbeiten an der L 821n sollen im Spätsommer beginnen.

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