Regionalverband sucht Ideen für die Internationale Gartenausstellung 2027

dzIdeenwettbewerb

Welche Projekte für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 in Frage kommen, soll ab dem Sommer konkreter werden. Dabei sollen auch die Bergkamener selbst Ideen einbringen können.

Bergkamen

, 19.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorbereitungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 sollen in diesem Jahr Fahrt aufnehmen. Unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“ soll unter anderem ein Ideenwettbewerb starten, welche Projekt im Rahmen der IGA in Bergkamen verwirklicht werden sollen.

Wenn die Ziele und Inhalte für den landschaftsplanerisch-städtebaulichen Ideenwettbewerb festgelegt werden, sollen auch die beiden betroffenen Städte Bergkamen und Lünen beteiligt werden. Die Federführung hat der Kommunalverband Ruhrgebiet (RVR). Er will bereits in den nächsten Wochen die Stelle eines Wettbewerbsmanagers ausschrieben, der den Ideenwettbewerb organisiert.

Regionalverband sucht Ideen für die Internationale Gartenausstellung 2027

Der IGA-Schwerpunkt soll Bergkamen und Lünen verbinden. An beiden Orten soll es Freizeitangebote geben – in Bergkamen eher sportlich-aktive und in Lünen eher Angebote zum entspannen. © RVR / Büro Landschaft Planen+Bau

Wettbewerb soll im Spätsommer ausgelobt werden

Die Auslobung des Wettbewerbs ist für August/September geplant. Mit Ergebnissen rechnet der RVR im April 2021. An der Entscheidung, welche Ideen umgesetzt werden sollen, sind Bergkamen und Lünen ebenfalls beteiligt. Sie sollen in der Jury sitzen.

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Unter dem etwas undurchsichtigen Begriff „Landschaft in Bewegung“ verbergen sich nach Angaben des städtischen Beigeordneten Marc Alexander Ulrich mehrere Bedeutungen. Es geht darum, dass in Bergkamen am Kanal zwischen der Stadtgrenze zu Lünen und der Marina eine ganze Reihe von Projekten geplant werden sollen, die etwas mit Sport und Bewegung zu tun haben – zum Beispiel auf der Halde.

Regionalverband sucht Ideen für die Internationale Gartenausstellung 2027

Der noch nicht gestaltete Teil der Halde zwischen Bahnlinie und Kanal soll eine zentrale Rolle spielen. © Stefan Milk

Von der Industrie- zur Freizeitlandschaft

Es geht aber auch darum, dass die Landschaft selbst in Bewegung geraten soll. Sie soll sich im Rahmen der IGA von einer industriell geprägten Landschaft in einen Bereich für Freizeit und Erholung verwandeln. Ein zentraler Bestandteil soll die sogenannte „Haldenlandschaft am Kanal“ werden, die sich zwischen dem Datteln-Hamm-Kanal und der Hamm-Osterfelder Bahn befindet. „Dieser Teil ist überhaupt noch nicht gestaltet“, sagt Ulrich.

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Er geht davon aus, dass der bisher städtebaulich ein wenig vernachlässigte Norden von Bergkamen entlang des Kanals im Rahmen der IGA nachhaltig neu gestaltet wird. Zur Wasserstadt Aden, die auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden entsteht soll auch die neu für Freizeitnutzungen gestaltete Halde und weitere Projekte entlang des Kanals kommen.

Nach den Vorstellungen der Stadt gehört dazu auch eine Fußgänger- und Fahrradbrücke, die das Nordufer und die Marina verbinden soll und eine Freizeitnutzung für die sogenannte „Marina Nord“ – das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Storbeck am Westenhellweg.

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Auch Gruppen und Vereine aus Bergkamen sollen sich beteiligen

An der Entwicklung der IGA-Projekte sollen sich auch alle möglichen Gruppen aus der Stadt beteiligen können. Dazu gehören zum Beispiel Sportvereine, Kleingärtner und auch andere Vereine, die Interesse an der Freizeitgestaltung am Kanal und auf der Halde haben.

Bekanntlich soll Bergkamen zusammen mit Lünen einen Schwerpunkt der IGA bilden. Das Freizeitband entlang des Kanals soll sich bis in die Nachbarstadt fortsetzen und dort unter anderem den Seepark Lünen und den Preußenhafen einbeziehen. Anders als in einigen Großstädten im Ruhrgebiet wie in Dortmund soll es im Schwerpunkt Bergkamen/Lünen keine eintrittspflichtigen Projekte geben.

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An der Beteiligung von Bergkamen an der IGA hatte es zuletzt auch Kritik gegeben. Die Bergkamener CDU-Fraktion hatte im Rahmen der Haushaltsplanberatung den Ausstieg aus der IGA beantragt. Die Christdemokraten befürchten, dass die Stadt viel Geld für die IGA ausgeben muss ohne wirkliche Vorteile zu haben. Die Ratsmehrheit hatte das anders gesehen und den Antrag abgelehnt.

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