Realschüler befassen sich mit Bergbau-Geschichte - und bekommen Lob vom Bundespräsidenten

dzGeschichtswettbewerb

Die Geschichts-AG der Realschule Oberaden hat sich mit der Historie von Haus Aden befasst. Dafür bekamen die vier Schüler eine Auszeichnung vom Bundespräsidenten.

Oberaden

, 03.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Oberadener Realschüler gehen zwar fast in Sichtweite des Förderturms von Haus Aden zur Schule. Doch für sie ist die Bergkamener Bergbaugeschichte ein längst vergangenen Kapitel, von dem sie nicht mehr viel wissen. Für Nico Malchow

Jonas Rumpf, Philipp und Felix Börner gilt das jetzt nicht mehr. Sie haben sich intensiv mit der Geschichte des Bergbaus im Allgemeinen und der Historie von Haus Aden befasst und dafür sogar eine Auszeichnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhalten.

Realschüler befassen sich mit Bergbau-Geschichte - und bekommen Lob vom Bundespräsidenten

Nivo Malchow, Jonas Rumpf, Philipp Börner und Felix Börner präsentieren mit ihrer Lehrerin Anna Buhl die Urkunden, die Bundespräsident Walter Steinmeier unterzeichnet hat. © Stefan Milk


AG-Gründung im September 2018

Die vier Schüler, die die Geschichts-AG der Realschule Oberaden bilden, haben beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einen Förderpreis gewonnen. Darauf ist die Leiterin der AG, die Lehrerin Anna Buhl besonders stolz: „Nach meinem Wissen sind wir in ganz NRW die einzige Realschule, die bei dem Wettbewerb eine Auszeichnung erhalten haben.“ Buhl gründete die AG nachdem im September 2018 der Wettbewerb mit dem Thema „So geht es nicht weiter. Krisen. Umbruch. Aufbruch“ ausgeschrieben worden war. Die Teilnehmer mussten zum einen einen regionalen Bezug finden, zum anderen einen Text schreiben. Buhl und ihre AG waren sich dann auch relativ schnell einig, einen Blick auf das Ende des Bergbaus in Bergkamen zu werfen. „Das brachte für die Menschen hier viele Veränderungen mit sich“, sagt die Lehrerin.

Unterrichtsthema Industrialisierung

Außerdem passte es gut zum Geschichtsunterricht: „In der achten Klasse steht die Industrialisierung auf dem Lehrplan.“ Und bis auf den Neuntklässler Philipp Börner gehen alle AG-Mitglieder in diese Jahrgangsstufe. Was den Text betrifft, verzichteten die jungen Bergbau-Geschichtsforscher auf eine trockene Abhandlung. Stattdessen haben sie ein Drama in drei Akten verfasst: „Die letzte Schicht. Das Ende des Bergwerks Haus Aden in Oberaden“. Es schildert auf fünf Seiten den letzten Arbeitstag eines Bergmanns und zeigt die Veränderungen, die auf ihn und seine Familie zukommen. Natürlich haben sich die Realschüler um historische Korrektheit bemüht. So waren sie eigens im Stadtarchiv und haben sich von Stadtarchivar Martin Litzinger die für sie fremde Welt des Bergbaus erklären lassen. Für ihre Mühen bekommen sie nicht nur eine Urkunde mit der Unterschrift des Bundespräsidenten, sondern auch eine Prämie in Höhe von 100 Euro. Und die wollen sie nicht verprassen, berichtet die Lehrerin, sondern in Bücher oder ähnliches Material investieren: In zwei Jahren gibt es wieder einen Geschichtswettbewerb.

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