Rascher Abriss des Ex-Jugendzentrums in Oberaden soll weiteren Vandalismus verhindern

dzMartin-Luther-Gemeinde

Das Strom-Problem im ehemaligen Jugendzentrum neben der Kirche in Oberaden hat die Luther-Gemeinde gelöst. Der Abriss soll noch in diesem Halbjahr beginnen, weil ansonsten Ungemach droht.

Bergkamen

, 11.03.2020, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am liebsten würde Artur Gallas von der Martin-Luther-Gemeinde das ehemalige Jugendzentrum neben der Kirche in Oberaden ja sofort abreißen lassen. Aber erst einmal müssen die Elektriker ihre Arbeit machen. Und die kommt die Gemeinde durchaus teuer zu stehen: „Wir haben jetzt ein Angebot der Gemeinschaftsstadtwerke“, sagt Gallas.

Die Stromversorgung muss umgelegt werden

Die müssen die Stromversorgung der Gemeinde umbauen: Bisher verlaufen die Leitungen, die die Martin-Luther-Kirche und das benachbarte Martin-Luther-Zentrum versorgen, durch das ehemalige Kindergarten-Gebäude, das die Gemeinde zuletzt als Jugendzentrum „John“ nutzte. Seit dem vergangenen Sommer steht es allerdings leer, weil massive Bauschäden aufgetreten sind. Die Gemeinschaftsstadtwerke wollen nun eine neue Leitung vom nächstgelegenen Stromverteiler zu den kirchlichen Gebäude legen. Der bauliche Aufwand hält sich in Grenzen, meint Gallas. „Dafür sind ein paar Schachtarbeiten notwendig.“ Aber die haben ihren Preis: Gallas beziffert die Summe, die die Gemeinde für den neuen Stromanschluss ausgeben muss mit „einigen Tausend Euro“.

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Auch der Abriss hat seinen Preis

Und dabei bleibt es nicht. Den Abriss des Gebäudes muss die Gemeinde auch noch finanzieren. Die eigentlichen Abbrucharbeiten sind zwar ebenfalls nicht so teuer. Aber die Trümmer müssen danach auseinander sortiert und deponiert werden. Welche Kosten dabei auf die Gemeinde zukommen, kann Gallas noch nicht realistisch einschätzen. Er hofft allerdings, dass die Abrissbagger noch in der ersten Jahreshälfte rollen.

Denn das Gebäude einfach stehen zu lassen, ist für Gallas keine Alternative. Bereits jetzt zeigen sich Zeichen von Vandalismus. „Ein Fenster ist uns schon eingeworfen worden“, sagt Gallas. Er fürchtet die sogenannte „Broken Windows Theorie“ (die Theorie des zerbrochenen Fensters). Die besagt, dass ein verfallendes Gebäude immer mehr zerstörungswütige Übeltäter anlockt.

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Der Abriss-Beschluss ist längst getroffen

Den Grundsatzbeschluss zum Abriss hat das Presbyterium längst gefällt. Deshalb muss das neu bestimmte Gemeindegremium sich allenfalls mit dem Auftrag für den Abbruch befassen. Die neuen Presbyter sollen am 22. März in ihr Amt eingeführt werden und kommen am 25. März zur ersten Sitzung zusammen. Dann sollen die auch einen Ausschuss gründen, der sich mit der Zukunft der Jugendarbeit der Martin-Luther-Gemeinde und möglichen Neubauplänen befasst.

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