RAG berichtet über PCB im Grubenwasser, BergAuf will demonstrieren

dzUmweltausschuss

Die RAG will im Umweltausschuss über PCB im Grubenwasser berichten. Die Polit-Organisation BergAuf misstraut dem Unternehmen und ruft zur Demo auf. Allerdings streitet sie darüber noch mit der Polizei.

Bergkamen

, 22.10.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Werner Engelhardt von der kommunalpolitischen Vereinigung BergAuf will am Donnerstag, 31. Oktober, um 15.30 Uhr demonstrieren. Gegen die RAG, weil die die „Flutung der Bergwerke“ plant und eine „Geheimhalte-Taktik“ um die Werte des giftigen PCB im Grubenwasser betreibt – so zumindest die Sichtweise von BergAuf. Die Demonstranten müssen sich beeilen, um 16 Uhr hat Engelhardt noch einen Termin.

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RAG berichtet im Umwelt-Ausschuss

Dann beginnt die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr des Stadtrates. In der erfahren Engelhardt und seine Mitstreiter womöglich, was sie von der RAG wissen wollen. Zumindest wird das Bergbau-Unternehmen Joachim Löchter aus der Abteilung Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz oder Markus Roth aus dem Fachbereich Genehmigungsmanagement in den Ausschuss entsenden. Einer der beiden soll dort berichten. Er wird die Ergebnisse einer Versuchsanlage vorstellen, mit der die RAG das PCB aus dem Grubenwasser von Haus Aden filtern wollte. Damit folgt das Unternehmen einer einstimmigen Aufforderung, die der Stadtrat im Sommer auf Anregung von BergAuf ausgesprochen hatte.

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Pilotanlage auf Haus Aden

Die Pilotanlage stand von Oktober 2018 bis zum vergangenen März in Oberaden. Was genau die beiden RAG-Fachleute berichten werden, konnte Unternehmenssprecher Ulrich Aghte nicht sagen. Die Pilotanlage sei auch in einem Bergwerk in Ibbenbüren zum Einsatz gekommen, diese Ergebnisse müssten noch ausgewertet werden. „Außerdem wollen wir sie noch einem Gremium von Experten aus Universitäten und Forschungseinrichtungen vorstellen“, sagte Aghte. Zugleich dämpfte er die Erwartungen für die Ausschuss-Sitzung: „Die großen abschließenden Erkenntnisse werden wir dort nicht präsentieren. Dafür ist es noch zur früh.“

Am 31. Oktober

Ausschuss-Sitzung und Demo

  • Die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr beginnt laut städtischem Ratsinformationssystem am Donnerstag, 31. Oktober, um 16 Uhr im Ratssaal des Ratstraktes neben dem Rathaus.
  • Zuvor ruft BergAuf zu einer Demonstration auf, die um 15.30 Uhr auf dem Platz der Partnerstädte am Rathaus beginnt.

Polizei hat Bedenken gegen Demo-Route

BergAuf will der RAG das Misstrauen deshalb auch „außerhalb der Rathausmauern“ aussprechen, wie Engelhard mitteilt und ruft deshalb zur Demonstration auf, die um 15.30 Uhr auf dem Platz der Partnerstädte beginnt. Über die geplante Route muss sich der Demo-Veranstalter aber noch mit der Polizei einigen. BergAuf will unter anderem auf der Erich-Ollenhauer-Straße und der Töddinghauser Straße demonstrieren. Vor allem letzteres hält die Polizei für problematisch, wie Pressesprecher Bernd Pentrop berichtet: „Es gibt aber noch ein Verständigungsgespräch.“ Falls es dort keine Einigung gibt, schließt Engelhard eine Klage vor dem Verwaltungsgericht nicht aus.

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