Rätselhafte Krankheit: Marco Füllenbachs Haut hat sich gebessert, die Blutwerte nicht

dzGesundheit

Marco Füllenbach ist krank, weiß aber nicht, woran genau er leidet. Die Tabletten, die er nimmt, sorgen zwar für eine Verbesserung – aber nur äußerlich.

Rünthe

, 18.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Die Tabletten nehme ich noch und hauttechnisch bin ich soweit clean“, sagt Marco Füllenbach. Für den Bergkamener, der eine lange Leidensgeschichte hinter sich hat, klingt das recht positiv. Immerhin hat Füllenbach schon viele unterschiedliche Medikamente getestet und Untersuchungen in neun verschiedenen Krankenhäusern über sich ergehen lassen – ohne Besserung. Er musste sogar kurzzeitig mit der Angst leben, womöglich Blutkrebs zu haben.

Doch kurz nach einer großen Typisierungsaktion in Rünthe, an der 599 Bergkamener teilnahmen, stellte sich heraus, dass er doch keine Knochenmarkspende braucht. Füllenbach hat gar keinen Blutkrebs, es war von vornherein nur eine Vermutung der Ärzte, die sich dann jedoch nicht bewahrheitete.

Leidensgeschichte nahm im Sommer 2016 ihren Lauf

Das war zwar eine Erleichterung, aber besser machte es die Situation des Familienvaters nicht. Er wusste immer noch nicht, warum genau die Cortisontabletten, die er im Sommer 2016 nehmen sollte, dazu führten, dass sich auf seiner Haut Blasen bildeten und sie stellenweise aufplatzte.

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Auch seine Blutwerte verschlimmerten sich seitdem. Füllenbach hat zwar von Geburt an wenige Thrombozyten – das sind wichtige Blutplättchen – und muss dementsprechend Medikamente nehmen. Aber so schlimm wie seit 2016 waren die Werte nie.

Wegen des Coronavirus geht Marco Füllenbach nicht zur Arbeit

Und sie sind auch jetzt nicht besser. Während die Haut sich erholt hat, haben es die Blutwerte nicht, wie Füllenbach berichtet. Und dann ist da noch das Coronavirus, vor dem sich die Menschen derzeit fürchten. In Füllenbachs Familie sei noch alles in Ordnung, sagt der Rünther. Er selbst wurde auf Anordnung des Krankenhauses, das ihn derzeit behandelt, beruflich aus dem Verkehr gezogen.

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Ob er zur Risikogruppe gehört ist vermutlich ungewiss, denn genauso rätselhaft, wie das Coronavirus ist Füllenbachs Erkrankung.

Seit einigen Monaten nimmt Marco Füllenbach die neuen Tabletten. Es handelt sich um ein Medikament, das er vorher noch nie ausprobiert hat und das aus dem Ausland geliefert werden musste. Das Mittel vollbringt zwar offenbar keine Wunder, verschlechtert seine Situation aber auch nicht besonders. Das hat Füllenbach mit anderen Medikamenten auch schon anders erlebt.

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