Rätselhafte Hasen-Seuche in Bergkamen: Jäger suchen nach der Ursache

dzHilfe von Bürgern

Der Hasenbestand in Bergkamen war angestiegen. Doch das gehört schon wieder der Vergangenheit an: Viele Hasen sind verseucht. Und keiner weiß womit. Doch es gibt auch eine frohe Botschaft vom Jäger.

15.10.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein Rückschlag, der die Jäger in Bergkamen bedrückt. Nachdem die Population der Langohren gestiegen ist, sinkt die Zahl wieder drastisch. „Sie leiden an einer Krankheit. Wir haben schon neun tote Hasen gefunden“, sagt Reinhard Middendorf. Middendorf ist Vorsitzender der Kreisjägerschaft Unna und Jäger in Overberge.

Wenn er oder seine Kollegen ein erkranktes Tier finden, dann schicken sie es nach Arnsberg, wo es untersucht wird. Doch die Hasen, die bisher gefunden wurden, waren schon so stark verwest, dass das nicht möglich war. Auch die Landwirte wüssten Bescheid. „Sie sollen ein Auge darauf werfen“, sagt Middendorf.

Auch Bürger können helfen. Wer ein totes Tier entdeckt, kann sich laut Middendorf an Matthias Echterhoff aus dem Vorstand der Kreisjägerschaft unter Tel. (0151) 1261104 wenden. Mit der Hilfe der Bürger könnte man der Seuche auf die Schliche kommen. Menschen sind laut Middendorf nicht von der Seuche gefährdet.

Dass es ausgerechnet die Hasen getroffen hat, ist besonders ärgerlich. Im Sommer hatten die Jäger laut Middendorf noch das Gefühl, dass der Hasenbestand wieder gestiegen ist, nachdem er jahrelang sehr niedrig war. „Wir haben keine Hasen mehr gejagd“, sagt Middendorf. Auch nächstes Jahr werden die Hasen nicht auf der Liste der Jäger stehen.

Gute Nachricht: Den Fasanen tat die Hitze gut

Doch es gibt auch eine erfreuliche Nachricht: „Den Fasanen hat die Trockenheit gut getan“, sagt Middendorf. Die Nestflüchter haben diesen Sommer eine trockene und warme Umgebung vorgefunden und somit eine bessere Überlebenschance. Ist es nass und kalt, kommen nicht alle Küken durch. „Die Bestände sind merklich gewachsen“, sagt Middendorf erfreut.

Dass die Fasane von der Jagd verschont bleiben, impliziert Middendorfs Aussage jedoch nicht. Das Verhältnis zwischen Hennen und Hähnen solle zwischen 1 zu 3 und 1 zu 5 liegen. Gibt es zu viele männliche Fasane können sie die Hennen beim Brüten stören und so den Nachkommen schaden. Für ein gepflegtes Verhältnis könne es sein, dass männliche Fasane geschossen werden müssen, erklärt Middendorf.

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