Radfahrer und Fußgänger müssen den Kanalbauern ausweichen

dzOstenhellweg

Ende der Woche kehren die Kanalbauer an den Ostenhellweg zurück. Die Autofahrer bleiben von Behinderungen verschont, Verkehrsteilnehmer ohne Motor allerdings nicht.

Rünthe

, 10.09.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kanalbauer rücken am Freitag am Ostenhellweg an. Zu spüren werden das zwar nicht die Autofahrer bekommen, jedoch die Radfahrer und Fußgänger. Dabei sahen die Pläne des Stadtbetriebes Entwässerung (SEB) eigentlich anders aus. Weil ein Kanal unterhalb der Fahrbahn verlegt werden muss, hatte der SEB zumindest über eine teilweise Sperrung der vielbefahrenen Straße nachgedacht, wie Günter Basener vom SEB berichtet. „Doch wegen anderer Baustellen haben wir von Straßen.NRW und der städtischen Straßenverkehrsbehörde keine Genehmigung für die vorgesehene Umleitung bekommen.“

Radfahrer und Fußgänger müssen den Kanalbauern ausweichen

Die Absperrschilder stehen schon bereit. © Marcel Drawe


Ein Spezialgerät bohrt unter der Straße durch

Deshalb wendet die Märkische Tiefbau für die Arbeiten am Ostenhellweg jetzt ein Verfahren an, dass den Eingriff in den Autoverkehr verhindert: eine so genannte Pressbohrung. Wie Bauleiter Heinz-Peter Blaess von der Märkischen Tiefbau berichtet, rückt dafür eigens ein Spezialgerät aus Schweden an. Er kann unter der Straße hindurchbohren, ohne dass diese gesperrt werden muss. Die Pressgrube für die Bohrung werden die Arbeiter auf der Nordseite des Ostenhellweges ausheben, auf der sich der Friedhof Rünthe befindet.

Radfahrer und Fußgänger müssen den Kanalbauern ausweichen

Bereits im Juni hatten die Kanalbauer einen großen Filter in die Kanalisation eingebaut. © Borys Sarad


Mehrkosten in Höhe von 13.000 Euro

Von dort können sie dank des Spezialgeräts unter der Straße hindurch auf die andere Straßenseite stoßen. Die Mehrkosten, die der SEB dafür in Kauf nehmen muss, beziffert Basener mit rund 13.000 Euro. „Das ist vertretbar“, findet er. Die Autofahrer, die um eine Umleitung herumkommen, werden das ähnlich sehen. Ganz ohne Verkehrsbehinderungen geht es aber nicht. Denn der Fuß- und Radweg, der auf neben dem Friedhof verläuft, wird gesperrt. Fußgänger und Radler müssen die Straßenseite wechseln. Dafür stehen ihnen zwei Druckampeln auf Höhe des Friedhofparkplatzes und an der Querung der Zechenbahntrasse zur Verfügung.

Eine Ampel für Fußgänger und Radfahrer

Im Laufe der Bauarbeiten wird noch eine provisorische Ampel hinzukommen: Auf Höhe der Stichstraße, die auf der Südseite vom Ostenhellweg abzweigt. Auch dort graben die Kanalbauer: „Der Fußgänger- und Radweg muss dann im Einmündungsbereich gesperrt werden“, kündigt Blaess an. Die Arbeiten sind notwendig, weil das Wasser vom Ostenhellweg nicht mehr ungereinigt in die Kanäle und von dort in den Beverbach laufen soll. Deshalb hatte die Märkische Tiefbau im Juni bereits auf dem Friedhof-Parkplatz einen großen Filter im Untergrund versenkt. Blaess rechnet damit, dass die nun anstehenden Arbeiten am 7. Oktober abgeschlossen sind.

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