Probleme mit dem Gerüst am Moschee-Rohbau

dzGebäude an der Erich-Ollenhauer-Straße

An der neuen Moschee an der Erich-Ollenhauer-Straße stocken die Arbeiten schon seit einiger Zeit. Der Ditib-Moscheeverein hat dafür eine Erklärung.

Bergkamen

, 27.03.2019, 16:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bergkamener, die am Moschee-Neubau an der Erich-Ollenhauer-Straße vorbeikommen, wundern sich schon seit einiger Zeit: Der Bau macht nicht nur schon länger keinen Fortschritt mehr. Er sieht an einigen Stellen auch so aus, als wenn es Schäden an dem Rohbaukomplex gibt. An der Westseite sieht es aus, als ob der Klinker teilweise abgefallen ist. Dahinter sind Dämmplatten zutage getreten, sie schon seit längerer Zeit dem Wetter ausgesetzt sind und zum Teil schief hängen.

Moscheeverein bestreitet größere Bauschäden

Suleyman Battal, der Vorsitzende des Moscheevereins bestreitet aber, dass es größere Schäden gibt. Er räumt lediglich ein, dass es Probleme mit dem Gerüst gibt, das an dem Rohbau steht. Diese Probleme sollen in den nächsten Tagen beseitigt sein, kündigt er an - und dann soll es auch mit dem Moscheebau weitergehen.

Keine Probleme mit der Finanzierung

Battal bestreitet auch das Gerücht, das in Bergkamen umgeht, dem Moscheeverein sei das Geld für den Neubau ausgegangen. „Das stimmt definitiv nicht“, sagte er auf Nachfrage. Die Finanzierung sei auf jeden Fall gesichert.

Probleme mit dem Gerüst am Moschee-Rohbau

An einigen Stellen sieht es so aus, als ob Ziegel wieder von der Fassade abgefallen sind. Auch die Dämmplatten hinter der Fassade müssen wohl teilweise erneuert werden. © Stefan Milk

Kein Zeitpunkt für die Fertigstellung

Einen Zeitpunkt, wann die Moschee bezugsfertig sein soll, konnte Battal allerdings noch nicht nennen. Dafür sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, sagte er. Fest steht, dass die Bauarbeiten der ursprünglichen Zeitplanung deutlich hinterherhinken. Den ersten Spatenstich für den Neubau hatte es Anfang April 2017 gegeben - vor fast genau zwei Jahren. Damals war der Moscheeverein noch von einer Bauzeit von etwa zwei Jahren ausgegangen.

Ersatz für Moschee am Wiehagen

Die neue Moschee ist als Ersatz für die alte Moschee am Wiehagen gedacht. Sie ist in einem ehemaligen Geschäftshaus untergebracht und seit Jahren viel zu klein für die Gemeinde - vor allem seit die Stadt vor Jahren den Keller aus Brandschutzgründen als Gebetsraum für Frauen sperrte. Eine Erweiterung am bisherigen Standort ist nicht möglich, weil es dort nicht genug Platz für Parkplätze gibt.

Gebäude mit zwei Minaretten

Das Gelände für die neue Moschee an der Erich-Ollenhauer-Straße hat die Stadt dem Moscheeverein verkauft. Auf der Fläche befand sich vorher ein Bolzplatz. Nach Angaben des Jugendamtes wurde er aber schon lange kaum noch genutzt. Der Entwurf eines Architekten aus Hamm sieht eine Moschee mit zwei Minaretten und ausreichend Platz für die Gemeinde vor.

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