Polizei verfolgt Motorradfahrer aus Kreis Unna mit 190 km/h von der Nordhelle zum Biggesee

dzVerkehrskontrolle

Verfolgungsjagd auf der Nordhelle: Beamte der Polizei im Märkischen Kreis holten am Sonntag zwei Motorradfahrer ein, die streckenweise 190 Sachen auf dem Tacho hatten. Einer kommt aus dem Kreis Unna.

Kreis Unna

, 29.06.2020, 12:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Schon wieder ein böses Erwachen für Motorradfahrer im Märkischen Kreis“, titelte die Kreispolizeibehörde in Iserlohn ihre Meldung: Dass sie die Beamten trotz rasend schneller 190 km/h verfolgen würden, hatten zwei Biker womöglich nicht gedacht.

Die zwei Kradfahrer fielen den Beamten am Sonntag auf, als diese von der allseits bekannten „Nordhelle“ in Herscheid/Valbert kamen und anschließend viel zu schnell auf der L 539 in Richtung Biggesee unterwegs waren.

»Wenn die eigene Person gefährdet wird, brechen die Kollegen so etwas ab.«
Dietmar Boronowski, Sprecher Polizei Märkischer Kreis

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Die sogenannte Nacheile war erfolgreich: In Neu-Listernohl schafften es die Beamten, die Biker anzuhalten und zu kontrollieren.

„Wenn die eigene Person gefährdet wird, brechen die Kollegen so etwas ab“, erläuterte auf Nachfrage Dietmar Boronowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde Iserlohn. Erlaubten es die Straßenverhältnisse jedoch, würden auch extreme Raser aber durchaus auf diese Weise gestellt.

Einer der beiden Biker stammt aus dem Kreis Unna, der andere aus dem Märkischen Kreis. Mit Spitzengeschwindigkeiten um 190 km/h auf der Landstraße dürften beide Fahrer mit einem mehrmonatigen Fahrverbot sowie einer empfindlichen Geldbuße rechnen, vermutet die Polizei.

Zur Sache

Ziviles Video-Motorrad bremst Raser aus

  • Am letzten Juni-Wochenende überwachte der Verkehrsdienst der Polizei des Märkischen Kreises mit einem zivilen Video-Motorrad die Straßen im Südkreis. Dabei wurden am Samstag unter anderem drei junge Kradfahrer aus dem Kreisgebiet kontrolliert, die zu schnell in Richtung Listertalsperre unterwegs waren und gerade noch an einem Fahrverbot „vorbeigeschrammt“ sind.
  • Alle drei Kradfahrer befanden sich noch in der Führerschein-Probezeit und müssen jetzt zur Nachschulung. Der Weg zur Fahrschule ist den Betroffenen nur zu bekannt, da zwei Fahrern erst drei Tage zuvor die Fahrerlaubnis ausgehändigt worden war und der Dritte gerade die Fahrerlaubnis der Klasse „B“ erlangen möchte.
  • „Vor Ort wurde den drei Betroffenen ihre gefahrenträchtige und unverantwortliche Fahrweise mittels Videoaufzeichnung vorgeführt“, teilt die Polizei weiter mit. Die Kontrolle hatte nicht nur den Zweck, die Fahrer mit einem Bußgeld zu sanktionieren, sondern auf eine zukünftige - hoffentlich- vorausschauend defensive Fahrweise zu sensibilisieren.

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