Nach einer Betriebsfeier wollte ein 35-Jähriger den neun Kilometer langen Heimweg von Kamen nach Lünen mit dem Rad zurücklegen. Er war jedoch so betrunken, dass er nicht gut vorankam, immer wieder auf die Fahrbahn geriet – und sich letztendlich eine Geldstrafe einhandelte. (Symbolfoto) © picture alliance / Felix Kästle/
Gericht

Polizei kontrolliert Radfahrer ohne Licht – und findet Heroin

Die Polizisten dachten wohl an einen Routineeinsatz, als sie vor einem Jahr einen Radler ohne Licht anhielten. Doch nun stand der Mann vor Gericht. Die Kontrolle fördere Drogen zutage .

Eine Fahrradkontrolle wurde einem 29-Jährigen in Bergkamen zum Verhängnis. Bei der Gelegenheit kam sein Heroin-Proviant ans Licht. Der verbotene Besitz soll ihn nun die Freiheit kosten.

In der Nacht auf den 3. Juli vergangenen Jahres war der Mann aus Kamen mit seinem Rad auf der Geschwister-Scholl-Straße unterwegs. Den Polizeibeamten fiel er auf, weil er ohne Licht fuhr. Sie kontrollierten ihn und forderten ihn auf, sein Zweirad umzudrehen, um die Seriennummer zu prüfen. Dem leistete er Folge und dabei fiel das verräterische Päckchen zu Boden.

Der Drogenkonsument legt ein Geständnis ab

Darin befanden sich 3,089 Gramm Heroinzubereitung. Und damit überschritt er gerade die nicht geringe Menge. Im Prozess vor dem Unnaer Schöffengericht legte er ein Geständnis ab und gab an, pro Tag etwa ein Gramm Heroin zu rauchen. Die Drogen seien also für seinen eigenen Bedarf bestimmt gewesen. Viel mehr hatte er dem Gericht jedoch nicht zu sagen.

Dafür sprach der Blick in sein Register Bände: zahllose Vorstrafen, zum Teil einschlägiger Natur und Führungsaufsicht. Und in dem Kontext hatte er die Weisung, keine illegalen Drogen zu konsumieren. In Anbetracht dieser Umstände endete das Verfahren für ihn mit einem regelrechten Paukenschlag: eineinhalb Jahre Haftstrafe – ohne Bewährung.

Über die Autorin
Lesen Sie jetzt