Plattform mit Blick auf die Wasserstadt Aden

dzGerüst am Kanal

Ein Stahlgerüst am Datteln-Hamm-Kanal bietet einen Ausblick auf die werdende Wasserstadt auf dem gegenüberliegenden Ufer. Ein wichtiges Element allerdings fehlt derzeit noch.

Bergkamen

, 15.10.2018, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Leiter des städtischen Planungsamtes, Thomas Reichling, und sein Mitarbeiter Sebastian Wiese am Montagvormittag die neue Aussichtsplattform am Datteln-Hamm-Kanal inspizierten, konnten sie sich durchaus vorstellen, wie es in Zukunft auf dem gegenüberliegenden Ufer aussehen wird. Aber die beiden sind ja auch beruflich mit der Wasserstadt Aden befasst.

Die soll bekanntlich auf dem Gelände der früheren Zeche Haus Aden entstehen. Und seit Ende der vergangenen Woche bietet das Metallgerüst auf der Nordseite des Kanals einen guten Ausblick auf das Areal. Zu sehen gibt es dort derzeit allerdings noch nicht allzu viel – und wer beim Panoramablick über die Wasserfläche die Wasserstadt in seiner Phantasie entstehen lassen will, der muss schon ein wenig Vorwissen mitbringen. Informationen zu den Plänen gibt es an dem Gerüst nämlich nicht.

„Das wird aber nicht so bleiben“, verspricht Reichling. Das Planungsamt will an der Plattform eine dreigeteilte Informationstafel installieren lassen. „Wir wollen zeigen, wie es war, wie es ist und wie es wird“, sagt Reichling. In der Mitte der Tafel wird der Betrachter einen Text finden, der die wichtigsten Informationen zur Wasserstadt enthält. Auf der rechten Seite wird eine Übersichtskarte den geplanten neuen Stadtteil zeigen. Und links werden Angaben zur Geschichte der Zeche Haus Aden zu finden sein.

Plattform mit Blick auf die Wasserstadt Aden

Beim derzeitigen Sonnenwetter bietet die Plattform einen schönen Blick über den Kanal. Brüne © Johannes Brüne

Informationen müssen noch gedruckt werden

„Die Texte sind schon fertig“, sagt Wiese. Nun müssen sie nur noch gedruckt und auf eine Platte aufgebracht werden, die dann auf der Plattform installiert wird. „Daran sind zwei Unternehmen beteiligt, die sich noch absprechen müssen“, sagt Reichling. Er hofft, dass das nicht ganz so lange dauert, wie der Bau der Plattform, der sich im Laufe des Jahres immer wieder verzögert hatte. Reichling rechnet damit, dass die Info-Tafeln innerhalb der nächsten Wochen zur Verfügung stehen.

Und das Informationsbedürfnis ist da. Wiese berichtet, dass fast täglich Anfragen zur Wasserstadt im Planungsamt eingehen. Die kommen von Einheimischen und Auswärtigen, die sich für ein Grundstück interessieren, aber auch von Bergkamenern, die sich nach dem Stand des Projektes erkundigen.

„Außerdem sind am Kanal ja auch viele Radtouristen unterwegs“, meint Reichling. Deshalb sei es wichtig, dass auf der Plattform zumindest die grundlegenden Informationen zur Wasserstadt vermittelt werden.

Wer die Metalltreppen hochsteigt, hat beim derzeit schönen Wetter zwar eine schöne Aussicht auf den Kanal, allzu viel zu sehen gibt es auf dem Aden-Gelände allerdings derzeit noch nicht. Doch auch hier verspricht Reichling Besserung. Die europaweite Ausschreibung für das Bodenmanagement läuft noch bis zum 25. Oktober. Wenn die Stadt den Auftrag wie geplant noch in diesem Jahr vergibt, könnte das beauftragte Unternehmen noch vor dem Jahreswechsel mit der Baustelleneinrichtung beginnen. Dann dauert es nicht mehr lange, bis die Bagger rollen die und umfangreichen Bodenarbeiten für die Wasserstadt starten. Spätestens dann, so ist Reichling sicher, wird das Metallgerüst seinen Zweck erfüllen und spannende Ausblicke bieten.

Reichling erwartet, dass die Plattform nicht nur Kanal-Radler und -Wanderer dazu animieren wird, eine Pause einzulegen: „Es wird sicherlich auch Leute geben, die regelmäßig auf die Plattform steigen, um die Baufortschritte zu beobachten.“

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