Picknick mit Musik im Römerpark – mit Abstand und besonderen Corona-Regeln

dzKultur

Die kulturelle Durststrecke in Bergkamen ist vorerst zu Ende: Das Kultureferat lud zum ersten Picknick-Konzert in die Arena am Römerpark ein. Dort galten jedoch für alle ganz besondere Regeln.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 20.06.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gefühlte Ewigkeiten mussten die Kulturbegeisterten warten, bis es endlich wieder Kultur in Bergkamen gab. Jetzt stand mit dem „1. Picknick-Konzert im Römerpark Oberaden“ eine gelungene Premiere auf dem Programm.

„Es wurde Zeit, dass wir wieder vor die Tür kommen“, sagte Sarah Feige aus dem Kulturreferat mit hörbarer Erleichterung. Es war eine echte Fleißarbeit, was sie und ihr Team in nur drei Wochen auf die Beine gestellt hatten. Denn angesichts der Tatsache, dass die Corona-Pandemie längst nicht überstanden ist, hatte das Hygiene- und Ablaufkonzept absolute Priorität.

Die Besucher beim Picknick-Konzert im Römerpark bekamen vor dem Beginn des Konzerts einen Platz auf der Wiese zugewiesen.

Die Besucher beim Picknick-Konzert im Römerpark bekamen vor dem Beginn des Konzerts einen Platz auf der Wiese zugewiesen. © Klaus-Dieter Hoffmann

Die 100 erlaubten Tickets waren schnell vergeben

Schnell waren die erlaubten 100 Tickets vergeben und eine Warteliste musste angelegt werden. Zum Glück kamen die Zuhörer nicht alle auf einmal, so dass sich das Problem Warteschlange am Einlass nicht ergab. Spätestens ab hier war der Mund-Nase-Schutz Pflicht.

Die namentlich erfassten Zuhörergruppen wurden von den Mitarbeiterinnen des Kulturreferats zu ihren grün markierten quadratischen Wiesenstücken geführt, wo sie den Mund-Nase-Schutz wieder ablegen durften und es sich auf ihrer mitgebrachten Picknickdecke gemütlich machen konnten.

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Natürlich waren die Picknicker bei den angenehmen Temperaturen nicht nur in lockerem Outfit gekommen, sie hatten in ihren Picknick-Körben viele Leckereien mit dabei, von Sekt und Selters, über bunte Cocktails und selbstgebackene „Küchlis“, bis zu Tomaten-Mozzarella-Spießen.

Das Tropical Turn Quartett bot Jazz mit Samba, Salsa und Merengue. Zum Quartett gehören Dmitrij Telmanov an der Trompete und Gitarrist Buck Wolters.

Das Tropical Turn Quartett bot Jazz mit Samba, Salsa und Merengue. Zum Quartett gehören Dmitrij Telmanov an der Trompete und Gitarrist Buck Wolters. © Klaus-Dieter Hoffmann

Samba, Salsa und Merengue passend zur lockeren Stimmung

Das „Tropical Turn Quartett“ um Gitarrist Buck Wolters mit Uli Bär am Kontrabass, Dmitrij Telmanov an der Trompete und Vielseitigkeitsdrummer Benny Mokross an den Drum-Sticks mit seinem „Latin-Caribbean-Jazz“ machte den Abend zu einem musikalischen Höhepunkt.Gestern noch in Unna und wenn es Corona nicht gäbe, nächste Woche sogar auf dem San-Remo-Jazz-Festival, so Uli Bär, ließ das Quartett mit seinen karibisch-lateinamerikanischen Rhythmen das Publikum für rund zwei Stunden von besseren Zeiten träumen.

Auch zu zweit ließen sich Musik und gutes Essen genießen.

Auch zu zweit ließen sich Musik und gutes Essen genießen. © Klaus-Dieter Hoffmann

Sogar Tanzen mit Abstand war erlaubt

Und wer bei Samba, Salsa und Merengue auch mal wieder tanzen wollte, durfte dies natürlich auch tun, sollte aber tunlichst auf seinem Karree bleiben, wie Buck Wolters augenzwinkernd ermahnte.

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„Wenn alles gut geht, starten wir am 8. Oktober wieder mit unserem regulären Kulturprogramm“, verkündete am Ende des Abends eine entspannt-zufriedene Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel dem begeisterten Publikum.

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