Picknick als Demonstration für die Grünfläche am Kiwitt

dzBürgerinitiative Kiwitt-Park

Die Bürgerinitiative will den Kiwitt-Park wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken. Bei einem Picknick im Park geht es auch um Klimaschutz und endlose Logistikhallen.

Bergkamen

, 06.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Aus der öffentlichen Diskussion ist die Grünfläche am Kiwitt seit einigen Monaten verschwunden. Die Initiative, die sich gegen die Bebauung der Grünfläche ausspricht, will ihr Anliegen trotzdem wieder ins Bewusstsein rücken. Sie lud zum Picknick auf der Wiese ein. Anlass war die Gestaltung einer Mauer direkt an der Fläche. Jugendliche hatten dort am vergangenen Wochenende den Slogan „Erhalt des Kiwitt-Parks für den Klimaschutz“ angebracht.

Wichtig für das Klima im Wohngebiet

Während die Teilnehmer am Picknick es sich auf Decken und an Biertisch-Garnituren gemütlich machten, stellte Heinz-Günter Hofeditz, einer der Specher der Initiative, die Verbindung zum Klimaschutz her. Die Fläche biete auch in einem heißen Sommer ein angenehmes Mikroklima, sei wichtig für die umliegenden Wohngebiete - und biete genug Platz, um Insektenwiesen anzulegen, sagte er. Außerdem betonte er erneut, dass die etwa zwei Hektar große Grünfläche ein Bereich sei, in dem viele Anwohner ihre Freizeit verbringen und sich treffen. Hofeditz verwies auf das Klimaschutzkonzept der Stadt, in dem auch die Bedeutung von Grünflächen betont werde.

Picknick als Demonstration für die Grünfläche am Kiwitt

Die Jugendlichen Joleen Müller, Tabea Bonde, Ben Menze und Louis Scholz (v.l.), die an der Grünfläche wohnen, haben die Mauer mit dem Slogan zur Erhaltung der Fläche gestaltet. © Stefan Milk

Grüne gegen die Bebauung

Auch eine ganze Reihe von grünen Politikern waren der Einladung der Initiative gefolgt. Jochen Nadolski-Voigt, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag sprach sich gegen die Bebauung der Grünfläche aus.

Horrorszenario von endlosen Logistikhallen

Der grüne Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff, der aus Bergkamen kommt, beklagte den Flächenverbrauch. In den vergangenen Jahren seien 350 der vorher 1800 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Bergkamen verloren gegangen, sagte er. Ostendorff malte das Horrorszenario, dass der gesamte Bereich zwischen der A2-Abfahrt und Oberaden mit Logistikhallen bebaut wird. In dem Bereich hat die Wirtschaftsförderung des Kreises Flächen von einem Landwirt gekauft, der seinen Betrieb umgesiedelt hat. Im Flächennutzungsplan sind dort, zumindest bisher, aber keine Gewerbeflächen vorgesehen.

Pläne für Mehrgenerationen-Wohnen

Die Kreis-Siedlungsgesellschaft UKBS hatte vor einigen Monaten Pläne vorgestellt, auf der Grünfläche am Kiwitt ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt zu bauen. Angesichts der Anwohner-Proteste hatte der Stadtrat ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet, aber ausdrücklich mit einem offenen Ende. Ergebnis könnte auch sein, dass die Grünfläche geschützt wird.

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