Pflegerin im Seniorenheim „Haus am Nordberg“ mit Corona infiziert

dzCoronavirus in Bergkamen

Im Bergkamener Seniorenheim „Haus am Nordberg“ steht ein ganzer Wohnbereich unter Quarantäne. Eine Pflegerin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein weiterer Test bei 50 Menschen ist am Montag geplant.

Bergkamen

, 23.10.2020, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Massentest an allen Bewohnern und dem gesamten Personal des Bergkamener Seniorenheims „Haus am Nordberg“ hat der Einrichtung eine böse Überraschung beschert. Nach dem Test am Montag bekam die Einrichtungsleitung am Mittwochabend die Nachricht, dass eine Pflegefachkraft aus einem Wohnbereich mit dem Coronavirus infiziert ist. Alle anderen rund 200 Testes waren negativ.

Betroffene Mitarbeiterin hat keine Symptome

Ohne Test wäre die Infektion wohl nicht aufgefallen. „Die Mitarbeiterin zeigt sogar bis jetzt keinerlei Symptome“, sagte Einrichtungsleiter Bernward Bisplinghoff. Er rief die Frau sofort am Mittwochabend an und bat sie, sich in Quarantäne zu begeben. Am Donnerstag habe es auch eine offizielle Mitteilung vom Kreisgesundheitsamt gegeben, sagte er.

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Ob es außer der Frau noch weitere Infizierte in dem Wohnbereich gibt, soll ein weiterer Test an Bewohnern und Personal ergeben, der am kommenden Montag, 26. Oktober, geplant ist. Insgesamt sollen dann 50 Menschen getestet werden. Bisplinghoff hofft und geht davon aus, dass er negativ ausfällt. Es handelt sich um die erste Infektion mit dem Coronavirus in einem Bergkamener Seniorenheim.

Betroffener Wohnbereich ist komplett isoliert

Vorerst ist der betroffene Wohnbereich komplett vom Rest des Heims isoliert. Die Bewohner dürfen ihn nicht verlassen. Der Zutritt ist nur über eine Hygieneschleuse möglich. Auch externe Therapeuten dürfen ihn vorerst nicht betreten.

Die Mitarbeiter in dem Wohnbereich dürfen vorerst mit einer Ausnahmegenehmigung weiter arbeiten – aber ausschließlich in dem betroffenen Wohnbereich. „Wir haben eine Vereinbarung mit dem Gesundheitsamt getroffen. Sonst ließe sich die Pflege unser Bewohner nicht mehr sicherstellen“, erklärte Bisplinghoff. Die Mitarbeiter, die auf der Station arbeiten, müssen vor und nach der Arbeit in häuslicher Quarantäne bleiben.

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Rund 100 Bewohner und fast 130 Mitarbeiter

Wie lange die Quarantäne für die Bewohner und die Beschäftigten in dem Wohnbereich andauert, konnte Bisplinghoff noch nicht sagen.

Das „Haus am Nordberg“ ist eines der großen Seniorenheime in Bergkamen. Es hat etwa 100 feste Bewohner und knapp 130 Mitarbeiter. Zu den Bewohnern im Seniorenheim kommen 27 Mieter im „Betreuten Wohnen“ und 16 Menschen, die täglich die Tagespflege besuchen. Der Personenkreis, an unterschiedlichen Tagen zur Tagespflege kommt ist größer: Der Einrichtungsleiter schätzt ihn auf bis zu 40 Personen.

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