Pfarrer Bernd Ruhbach kehrt an seine alte Universität zurück

dzKontaktstudium in Heidelberg

Pfarrer Bernd Ruhbach hat in Heidelberg studiert. Das war in den 80er Jahren. Nun kehrt er an die Universität in der Stadt am Neckar zurück. Und er wird auch wieder Vorlesungen besuchen.

Bergkamen

, 11.03.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ruhbach nutzt die Möglichkeit eines Kontaktstudiums, das die evangelische Kirche ihren Pfarrern einräumt. Er lässt sich für einige Monate von seinen Dienstpflichten beurlauben, um sich an einer Universität fortzubilden. Im vergangenen Jahr hatte Pfarrer Christoph Maties aus der evangelischen Friedenskirchengemeinde ein Semester in Hamburg verbracht, nun ist sein Kollege Ruhbach an der Reihe.

Schwerpunkt Diakonie und Ökumene

Und dass der sich für Heidelberg entschieden hat, hängt nicht nur mit nostalgischen Erinnerungen an seine eigene Studienzeit zusammen. Sondern auch mit den Schwerpunkten, die die dortige evangelische Fakultät hat: Diakoniewissenschaften und Ökumene. „Mit diesen Themen will ich mich beim Kontaktstudium auf andere Art auseinandersetzen, als das im Alltag möglich ist“, sagt Ruhbach. Zudem interessiert sich Ruhbach auch für das jüdische Leben in Deutschland. Dafür ist Heidelberg ebenfalls eine gute Adresse, denn dort befindet sich die Hochschule für jüdische Studien: „Dort werden die Rabbiner für die jüdischen Gemeinden in Deutschland ausgebildet“, sagt Ruhbach. Auch dort will er Kontakte knüpfen.

Pfarrer Bernd Ruhbach kehrt an seine alte Universität zurück

Das Morata-Haus, in dem Pfarrer Ruhbach in Heidelberg wohnen wird, liegt direkt am Neckar in der Nähe der Alten Brücke. © picture alliance / Ronald Wittek

Kontakt zu Studierenden

Da Ruhbach ganz normale Vorlesungen und Seminare besuchen wird, wird er auch Studierende treffen. Die sind natürlich viel jünger als er, doch er ist gespannt auf die Einblicke in das studentischen Leben von heute. Zumal sich seit seinen eigenen Studenten-Tagen einiges verändert hat. Allein schon, was die technische Ausstattung betrifft: „Ich habe meine Seminararbeiten noch auf der Schreibmaschine geschrieben“, erinnert sich der Pfarrer. Erst für seine Examensarbeit benutzte Ruhbach einen Computer. Und in den vergangenen 40 Jahren hat sich nicht nur die Technik fortentwickelt, sondern auch die theologische Wissenschaft. Auch da ist Ruhbach neugierig, was er bei seinem Kontaktstudium Neues lernen wird und welche Eindrücke und Erfahrungen er mit nach Bergkamen bringen wird.

Eine attraktive Stadt

Natürlich freut er sich außerdem, für das Sommersemester in seinen früheren Studienort zurückzukehren. Auch da hat sich vermutlich einiges verändert. Aber Ruhbach ist sicher, sich dort noch zurechtzufinden. Und Ruhbach weiß, dass Heidelberg gerade im Frühjahr eine ausgesprochen attraktive Stadt ist - die sich nicht zuletzt bei ausländischen Touristen großer Beliebtheit erfreut. Womöglich bleibt Ruhbach ja noch Zeit die außeruniversitären Annehmlichkeiten eines Kontakt-Studiums zu genießen.

Eine Studenten-Bude muss sich Ruhbach in Heidelberg nicht suchen. Er wohnt im Morata-Haus, in dem ein Studentenwohnheim und ein Predigerseminar der evangelischen Landeskirche von Baden untergebracht sind. Es handelt sich um einen imposanten Altbau, der auch noch ziemlich zentral liegt, wie der ortskundige Ruhbach weiß: „Es steht auf der Nordseite des Neckars. Man muss nur die Alte Brücke überqueren, um in die Altstadt zu kommen.“

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Gottesdienste zu Ostern und zur Konfirmation

Die Pläne für sein Kontaktstudium hat Ruhbach natürlich mit seinen Kollegen aus der Friedenskirchengemeinde abgesprochen, die schließlich einen Teil seiner Arbeit übernehmen müssen. Wobei sich Ruhbach für seine Rückkehr an die Universität Heidelberg nicht vollständig aus dem Bergkamener Gemeindeleben zurückzieht. An den Osterfeiertagen wird er Gottesdienste halten. Und auch die Konfirmanden müssen nicht auf Pfarrer Ruhbach verzichten: Er wird sie am 12. Mai in der Friedenskirche konfirmieren.

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