Pastoralverbund hofft auf Akzeptanz für den neuen Weg zur Erstkommunion

dzKatholische Kirche

Die Vorbereitungen für die Erstkommunion 2019 haben längst begonnen. Und zu Beginn des neuen Jahres werden die Planungen dann ziemlich konkret.

Bergkamen

, 19.12.2018, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Pastoralverbund lädt die Mütter und Väter der angehenden Kommunionkinder für Mittwoch, 9. November, zum zweiten Elternabend ein. Und da soll dann schon der Ablauf der Heiligen Messen geplant werden, bei denen die Mädchen und Jungen im kommenden April und Mai zum ersten Mal das Sakrament der Kommunion empfangen werden. Wie viele das letztlich sein werden, steht allerdings noch nicht genau fest.

„Es melden immer noch Eltern ihre Kinder für die Erstkommunion an“, berichtet der Leiter des Pastoralverbundes, Pastor Thorsten Neudenberger. Und auch im neuen Jahr bestehe noch die Möglichkeit, sich bei den fünf katholischen Gemeinden zu melden. „Weil wir seit diesem Jahr einen neuen Weg gehen, sind wir etwas großzügiger bei den Anmeldefristen“, sagt Neudenberger. Zudem hoffen er und die anderen Pastoren vermutlich, dass die Zahl der Kommunionkinder noch steigt. Denn beim regulären Anmeldeschluss im vergangenen Herbst lagen erst 73 Anmeldungen vor – in den Vorjahren hingegen gab es oft deutlich über 100 Kommunionkinder in Bergkamen. Allerdings hat der Pastoralverbund diesmal darauf verzichtet, die Familien anzuschreiben und hatte stattdessen auf die Eigeninitiative der Eltern gesetzt. Und wegen der dünner werdenden Personaldecke im Pastoralverbund hat er außerdem den regelrechten Kommunionunterricht in den Grundschulen abgeschafft und durch so genannte Weggottesdienste ersetzt. Das war beim ersten Elternabend auf Kritik gestoßen – die kam insbesondere aus Familien, die schon mit älteren Geschwistern Erstkommunion gefeiert haben.

Pastoralverbund hofft auf Akzeptanz für den neuen Weg zur Erstkommunion

Pfarrer Thorsten Neudenberger hält die Weggottesdienste für die Kommunionkinder in der Elisabethkirche. © Stefan Milk

Pastor Neudenberger ist optimistisch

Nachdem er die ersten Weggottesdienste geleitet hat, ist Neudenberger aber optimistisch, dass das der neue Weg zur Erstkommunion auf Dauer akzeptiert wird. Zumal die Gemeinde St. Michael in Weddinghofen damit bereits in der Vergangenheit positive Erfahrungen gesammelt habe. Der Vorteil bestehe unter darin, dass die Kinder keinen trockenen Unterricht erhielten, sondern anhand wichtiger sakraler Gegenstände und Zeremonien in den Kirchen die Glaubensinhalte praktisch erlernen könnten. „Außerdem besuchen die Kinder die Weggottesdienste in der Kirche, in der sie auch zur Erstkommunion gehen“, meint Neudenberger. Er selbst leitet die Glaubenseinführung in der Elisabeth-Kirche und wird dort auch das Sakrament der Kommunion spenden.

Und das werden aller Voraussicht nach Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters empfangen.

Flexibilität beim Alter

Auch das ist eine Folge der Veränderungen der Erstkommunion-Vorbereitung des Pastoralverbundes. Während früher üblicherweise die Kinder aus dem dritten Schuljahr zur Erstkommunion gingen, bleibt es jetzt den Eltern überlassen, in welchem Alter sie ihren Nachwuchs anmelden. Das sei schließlich auch eine Frage der individuellen Entwicklung, meint Neudenberger. Außerdem hat der Pastor festgestellt, dass es diese Entwicklung auch bei anderen Sakramenten gibt: „Manche Eltern lassen ihre Kinder sechs Wochen nach der Geburt taufen, andere, wenn sie ein bis zwei Jahre alt sind, und manche erst, wenn sie zur Schule kommen.“

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Termine für die Erstkommunion

  • Der Informationsabend für die Eltern der Kommunionkinder beginnt am Mittwoch, 9. Januar um 19 Uhr im Elisabeth-Haus an der Parkstraße 2 in Bergkamen-Mitte.
  • Auch die Termine für die Erstkommunions-Feiern stehen bereits fest.
  • St. Elisabeth und St. Michael Weddinghofen am Weißen Sonntag, 28. April, jeweils um 10 Uhr.
  • Herz-Jesu Rünthe und St. Barbara Oberaden am Sonntag, 5. Mai, jeweils um 10 Uhr.
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