Parkplatzbau mit Asphalt und Beton berücksichtigt Kosten und Klimaschutz

dzSportlerpark-Platz am Schacht III

Beim Ausbau des Sportler-Parkplatzes des SuS Rünthe am Schacht III will die Stadt auf die Kosten und auf den Klimaschutz achten. Deshalb entscheiden die Planer sich für eine Mischform.

Rünthe

, 17.09.2019, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Ausbau des Parkplatzes für die Sportler am Schacht III will die Stadt den Klimaschutz beachten. Zu teuer soll das ganze aber auch nicht werden. Nun gibt es eine Mischlösung, über die der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr des Stadtrates in seiner Sitzung am 24. September (14.30 Uhr Ratsaal im Ratstrakt) entscheidet. Die soll bewirken, dass sich die Fußballer des SuS Rünthe auf dem Weg vom Parkplatz im Wald am Schacht III zu ihrem Sportplatz keine nassen Füße mehr holen.

Fahrspur aus Asphalt

Die Stadt will die Fahrspur zu dem Parkplatz mit herkömmlichen Asphalt ausbauen. Der ist haltbar, hat aber den ökologischen Nachteil, dass er wasserundurchlässig ist. Außerdem heizt er sich auf und strahlt Wärme ab, was nicht gut für das Klima ist. Dies ließe sich durch eine farbige Asphaltschicht verhindern. Die allerdings würde die Kosten um rund 350 Prozent nach oben treiben, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss – die zur Verfügung stehenden 350.000 Euro reichen dafür nicht.

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Betonpflaster für die Stellflächen

Die eigentlichen Stellflächen will sie deshalb mit einer wasserdurchlässigen Betonpflasterung ausbauen, das eine farbige Oberfläche hat. Dadurch heizt es sich nicht so stark auf. Und der Parkplatz wird auch nur teilversiegelt, so dass das Wasser, das von der asphaltierten Fahrspur läuft, trotzdem im natürlichen Untergrund versickern kann. Die Versiegelung ließe sich komplett verhindern, wenn auch die Zufahrt betoniert würde. Das wiederum ist eine Frage der Kosten: Sie liegen laut der Vorlage beim Beton doppelt so hoch wie beim Asphalt.


Eine wassergebundene Decke hält nicht allzu lange

Die niedrigsten Baukosten würde eine so genannte wassergebundene Decke verursachen, wie man sie von Radwegen, zum Beispiel der Zechenbahntrasse, kennt. Sie ist wohl auch die Variante mit den meisten ökologischen Vorteilen. Was die Wirtschaftlichkeit betrifft reduziert sie sich aber nach Angaben der Parkplatzplaner, wenn man längerfristig kalkuliert: Zwar kostet die wassergebundene Decke im Bau etwa 30 Prozent weniger als der Asphalt. Die Unterhaltskosten allerdings liegen um ein Vielfaches höher. Zudem ist ihre Haltbarkeitszeit wesentlich geringer, weshalb die Sportler vermutlich in absehbarer Zeit schon wieder nasse Füße bekommen würden. Die dürfte allerdings am meisten interessieren, wann die Bauarbeiten starten. Da die Stadt erst nach dem Aussschuss-Beschluss ausschreiben kann, ist fraglich, ob das noch in diesem Jahr geschieht.

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