Park-Chaos: Stadt will schärfere Kontrollen am Monkey Island

dzFreizeitzentrum Häupenweg

Die Stadt Bergkamen sieht keine Chance, die Verkehrssituation an Monkey Island und Eishalle zu entschärfen. Sie geht davon aus, dass nur schärfere Kontrollen helfen.

Bergkamen

, 09.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Planungsamtsleiter Thomas Reichling hat seine ganz eigenen Erfahrungen mit einer Minderheit der Nutzer von Monkey Island und Eishalle gemacht. Die Stadt kämpft schon länger mit Absperrpollern gegen Autofahrer, die Fuß- und Rettungswege nutzen, um bis nach ganz vorne an die Freizeiteinrichtungen heranzufahren. Die einfachen Poller, die früher dort standen, wurden immer wieder umgefahren.

Auch massive Poller beschädigt

Jetzt hat die Stadt massive Sperrbügel aufstellen lassen. Der Erfolg ist da, wenn auch nicht so groß wie erhofft: Auch diese Poller sind schon wieder beschädigt, weil Unbekannte versucht haben, sie beiseite zu drücken.

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Das ist jedoch nicht der Grund, warum Reichling den Vorschlag des Tennisclubs ablehnt, die direkte Zufahrt zum Freizeitzentrum vom Häupenweg zum Monkey Island und zur Eishalle komplett abzubinden.

Park-Chaos: Stadt will schärfere Kontrollen am Monkey Island

Die meisten Besucher halten sich an die Parkplatz-Ausschilderung am Freizeitzentrum. © Stefan Milk

Wege müssen für die Feuerwehr frei bleiben

Die Wege sind im Notfall als Rettungsweg und als Zufahrt für die Feuerwehr notwendig, erklärt Reichling. „Wir können sie deshalb nicht sperren“, sagt er.

Die Stadt will deshalb weiter darauf setzen, dass die Besucher der Freizeiteinrichtungen sich vernünftig verhalten und dem Parkleitsystem folgen. Die Schilder, die seit einigen Wochen am Häupenweg stehen, leiten Monkey-Island-Besucher eindeutig auf den Wellenbad-Parkplatz, der selbst an Wochenenden noch reichlich Platz zum Parken bietet.

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Das ist die Theorie. Die Praxis aber zeigt, dass sich zwar die meisten vernünftig verhalten und den Schildern folgen, aber eben nicht alle. Immer wieder gibt es Autofahrer, die meinen, über die Feuerwehrzufahrt bis direkt vor den Monkey-Island-Eingang fahren zu müssen. Es gibt sogar einige, die dort auf der Aufstellfläche für die Feuerwehr parken.

Knöllchen gegen Verkehrssünder

Gegen solches Fehlverhalten von Unbelehrbaren sieht Reichling nur eine Chance: dass der Ordnungsdienst der Stadt Knöllchen verteilt und Bußgelder verhängt. Das Ordnungsamt ist sich allerdings nicht sicher, ob es sich dort nicht um Privatgelände handelt. Reichling hegt solche Zweifel jedoch nicht: Wenn es sich um öffentlich zugängliche Verkehrsflächen handelt, müsse das Ordnungsamt auch durchsetzen, dass sich Autofahrer dort an die Regeln halten, argumentiert er. „Verkehrsrechtlich ist die Situation dort sehr eindeutig geregelt“, sagt Reichling.

Dafür, dass sein Parkplatz nicht missbraucht wird, müsse der Tennisclub allerdings selbst sorgen.

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