Ortsvorsteherin von Heil macht im Herbst mit ihrem Amt Schluss

dzAus Altersgründen

Die Kommunalwahl im September bedeutet auch Abschied - unter anderem von Rosemarie Degenhardt als Heiler Ortsvorsteherin. Ganz von der Politik will sich die Christdemokratin aber nicht zurückziehen.

Bergkamen

, 29.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rosemarie Degenhardt ist etwas Außergewöhnliches in Bergkamen. Sie ist die einzige Ortsvorsteherin in der bisher sozialdemokratisch dominierten Stadt, die der CDU angehört. Bei der vorletzten Kommunalwahl bekam sie überraschend im kleinsten Stadtteil Heil die meisten Stimmen und seitdem ist sie Ortsvorsteherin in dem ländlich geprägten Stadtteil.

Offenbar machte sie ihre Arbeit so gut, dass die Heiler sie bei der jüngsten Kommunalwahl gleich noch einmal mit der Stimmenmehrheit im Ortsteil ausstatteten. Sie behielt das Amt, obwohl die CDU bei den Wahlen 2014 sogar Stimmen verlor.

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Trotzdem müssen sich die Heiler nach der nächsten Kommunalwahl im September an jemanden anders gewöhnen, der oder die das Amt übernimmt. Degenhardt will sich nicht mehr darum bewerben. „Ich bin jetzt 71 Jahre alt und dann muss auch mal Schluss sein“, sagt sie.

Sie habe immer gesagt, dass mit 70 für sie Schluss sei mit der Arbeit im Stadtrat. Zur Kommunalwahl danach im Jahr 2025 wäre sie schon 76 und das ist ihr auf jeden Fall zu spät zum Aufhören.

Anerkennung sogar vom politischen Gegner

Sie denkt auch nicht darüber nach, aus dem Rat auszuscheiden und trotzdem das Ortsvorsteher-Amt zu behalten. Nicht alle Bergkamener Ortsvorsteher haben ein Ratsmandat. Das dürfte ein Verlust für Heil sein. Degenhardt bekam sogar von den Sozialdemokraten Anerkennung für ihr Engagement für den Ortsteil. Wenn es um Heil geht, ist sie besonders streitbar und meldet sich oft öffentlich zu Wort, wenn sie Missstände sieht.

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Ganz kann Rosemarie Degenhardt sich aber doch nicht von der Politik zurückziehen. Die Ortsvorsteherin, die außerdem Vorsitzende der Bergkamener Senioren-Union ist, will zumindest noch einmal in ihren angestammten Wahlbezirk antreten - wohl um ihrer Partei einen Gefallen zu tun.

Nur noch Kandidatur im Wahlbezirk

Sorge, dass sie auf diesem Wege doch noch einmal in den Rat gewählt wird, muss sie sich wohl nicht haben. Heil hat zu wenige Einwohner für einen eigenen Wahlbezirk in Bergkamen. Der Bezirk besteht auch aus einem Teil von Oberaden. Das führte auch bei den beiden vergangenen Wahlen dazu, dass Degenhardt zwar die meisten Stimmen in Heil hatte, aber keine Chance, den Wahlbezirk zu gewinnen.

Auf eine Absicherung über die Reserveliste will sie verzichten.

Ein bisschen mitmischen möchte sie auch noch. Sie will sich eventuell als sachkundige Bürgerin zur Verfügung stellen und auf diesem Wege noch in der CDU-Fraktion mitarbeiten.

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