Özgür Cebe vermischt Comedy und Kabarett und kommt damit gut an

dzstudio theater

Normalerweise gibt es in der Bergkamener Kleinkunst-Reihe entweder Kabarett oder Comedy. Özgür Cebe beweist mit seinem Programm, dass auch beides zugleich möglich ist.

von Rainer Larm

Bergkamen

, 17.11.2019, 10:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er ist „Born in the BRD“. Und das ist auch der Titel seines jüngsten Programms, das am Freitag über die Bühne des Bergkamener studio theaters ging. Die Rede ist von dem Kabarettisten Özgür Cebe.

Er selbst nennt sich allerdings „Stand-up-Kabarettist“, der sein Programm durchsetzt hat mit Comedian-Elementen. Was der Sache aber keinen Abbruch tut, wie das Publikum erfreut feststellen konnte. Denn Cebe mischt nicht nur alle auf, sondern auch alles miteinander.

Cebe vermittelt die Denkweise seiner Landlaute blendend

Er hat türkische, armenische und kurdische Wurzeln. Und er versteht es blendend, den Deutschen im Saal die Denkweise seiner türkischen Landsleute zu vermitteln – und umgekehrt. Da bleibt kein Auge trocken.In Deutschland aufgewachsen und in Bonn wohnhaft, hat er auch keine Probleme mit der Sprache. Im Gegenteil: Er spielt mit ihr, dass man als Zuhörer seine Freude hat. Und er schaffte es, das Publikum um drei Ecken denken zu lassen. Was manchmal eine Weile dauerte.

Gedanken zu aktuellen Themen

Zwar blieb dem Publikum im gut besetzten studio theater bei seinem Programm das Lachen nicht im Halse stecken, dafür nutzte Cebe allerdings auch ernsthafte Momente, um den Zuschauern seine Gedankengänge und Überlegungen zu so manchen aktuellen Themen nahezubringen.

Erstaunlich auch, wie gut er diese Welt beobachtet und daraus den Stoff zog, den er auf die Bühne brachte.

Ohrwürmer mit eigenen Texten

Für das geneigte Publikum war dies zweifelsohne ein Abend mit hohem Unterhaltungswert, gekrönt auch noch mit musikalischen Vorträgen des Akteurs, der einige Ohrwürmer mit Eigentexten präsentierte und sich zudem noch als Dichter hervortat. Und auch die Dialekte hatte er parat.Schenkelklopfen war nicht, reines Kabarett auch nicht. Aber die Mischung machte es: Ein Programm ohne Längen, aber mit viel Spaß an der Sprache. Das Publikum zeigte sich höchst zufrieden.

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