Öffentliches Grün soll zur Insektenwiese werden

Insektensterben

Die SPD möchte die Kreisverkehre in der Stadt nutzen, um Lebensraum für Insekten zu schaffen. CDU und Grünen bringen auch noch weitere Flächen ins Spiel.

10.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Öffentliches Grün soll zur Insektenwiese werden

Die Kreisverkehre und andere öffentliche Freiflächen in der Stadt sollen zu bunten Insektenwiesen werden. © Marcel Drawe

Die Stadt soll prüfen, wo sie auf öffentlichen Flächen Insektenwiesen aussäen kann – einschließlich der Dächer auf öffentlichen Gebäuden. Dieser Prüfauftrag entstand durch den Antrag der SPD, die Bergkamener Kreisverkehre „attraktiv und ansprechend“ zu bepflanzen – und dass sie Stadt dabei auch Pflanzen wählen soll, die Bienen und Schmetterlingen einen Lebensraum bieten.

Innenfläche der Kreisel soll zur Insektenwiese werden

In der Sitzung des jüngsten Ausschusses für Umwelt, Bauen und Verkehr machten die Sozialdemokraten deutlich, dass sie damit nicht nur die Kreisel in städtischer Obhut meinen, sondern auch die Kreisverkehre, für die andere Stellen zuständig sind – zum Beispiel der Kreis Unna, der für die Kreisel an den Kreisstraße zuständig ist. Die Stadt soll den Wunsch an die Kreisverwaltung weiterleiten.

Oft sei die Innenfläche der Verkehrskreisel nur simpel bepflanzt und werde eher sporadisch gepflegt. Außerdem sei ein dramatischer Rückgang der Insekten zu beobachten.

CDU weitet Antrag auf alle Grünflächen in der Stadt aus

Die CDU hatte schon früh signalisiert, dass sie den SPD-Antrag unterstützen will, ihn aber nicht für ausreichend hält. Sie stellte einen Ergänzungsantrag, den Auftrag an die Stadtverwaltung auch auf alle anderen Grünflächen und das sogenannte Straßenbegleitgrün auszuweiten. Auch für Spielplätze und Schulhöfe hält die CDU eine insektenfreundlichem Bepflanzung zumindest in den Randbereichen für denkbar. „Wir wünschen und insgesamt ein grüneres Bergkamen“, sagte Gerd Miller von der CDU.

Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung schon jetzt einen großen Teil der Grünflächen in der Stadt insektenfreundlich bepflanzt hat. Insgesamt gebe es in der Stadt etwa 600.000 bis 700.000 Quadratmeter öffentliche Grünflächen, abzüglich der Wegeflächen. Davon sei jetzt schon etwa die Hälfte insektenfreundlich gestaltet.

Grüne bringen Dächer ins Spiel

Die Grünen stimmten dem Antrag ohnehin zu, hatten aber spontan in der Sitzung noch eine weitere Ergänzung: Sie möchten, dass die Stadt auch die Dächer ihre Gebäude auf eine mögliche insektenfreundliche Bepflanzung prüft, die Thomas Grziwotz sagte. Peters wies darauf hin, dass die Stadtverwaltung auch in dieser Hinsicht zumindest schon einen Anfang gemacht hat. Der neue Anbau für die OGS an der Pfalzschule soll ein Grasdach mit Insektenwiese bekommen.

Der Ausschuss verabschiedete den zwei Mal erweiterten Antrag einstimmig.

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