Oberadener Feuerwehr erlebt Rekordjahr mit 178 Einsätzen

dzBilanz der Brandbekämpfer

Ein überaus turbulentes Jahr liegt wieder einmal hinter den Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Oberaden. Es dürfte diesmal sogar schon fast so etwas wie ein Rekordjahr gewesen sein.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Oberaden

, 07.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Denn neben den üblichen Diensten im Gerätehaus, wo natürlich in erster Linie die Fahrzeuge und Gerätschaften in Schuss und einsatzklar gehalten werden, und neben den vielen Schulungen, zu denen auch die ehrenamtlichen Oberadener Brandbekämpfer immer wieder „ausrücken“, schoss im vergangenen Jahr die Zahl der Alarmierungen geradezu in die Höhe. „Waren es im Jahr 2017 noch bescheidene 121“, so der stellvertretende Löschgruppen- beziehungsweise Einheitsführer Manfred Hövels, „so stieg 2018 die Zahl der Einsätze um fast 50 Prozent auf rekordverdächtige 178.“

Ein Großteil dieser Alarmierungen waren technische Hilfsleistungen, bei denen Personen aus misslichen Lagen befreit werden mussten, berichtete Hövels. „Das ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und die Nachbarschaft längst nicht mehr so wie früher funktioniert, als die Nachbarn noch für alle Fälle einen Schlüssel zu der Wohnung hatten.“ Nicht zuletzt gab es dann aber auch noch den spektakulären und langwierigen Einsatz beim Brand der GWA-Recyclinganlage in Bönen, bei dem dann auch noch der Teleskopmast verlustig ging.#

Oberadener Feuerwehr erlebt Rekordjahr mit 178 Einsätzen

Beim Neujahrsempfang der Feuerwehr Oberaden stießen die Feuerwehrleute auf das neue Jahr an. Sie hoffen, dass es ruhiger wird als 2018. © Stefan Milk

40 aktive Feuerwehrleute

„Viele gute Gründe also, um unseren rund vierzig aktiven Kameraden wieder ein großes Dankeschön auszusprechen“, unterstrich Einheitsführer Dirk Meyer-Jürgens bei der Begrüßung zum traditionellen Neujahrsempfang, der nun ein letztes Mal im Haus Heil stattfand. „Ein noch größeres Dankeschön geht aber auch heute wieder ganz besonders an die Familien, an die Ehefrauen und Kinder unserer Feuerwehrleute.“

Denn gerade die Feuerwehrleute seien ja 24 Stunden am Tag immer auf dem Sprung und immer darauf vorbereitet, dass gleich der Melder piepst. Dann muss jeder Handgriff sitzen, wenn der Feuerwehrmann schnellstmöglich in seinen Schutzanzug „springen“ muss, um dann wenig später zum Einsatz eilen zu können. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich die Ehefrau.

„Nicht selten wird dann schon mal das gerade aufgetischte Essen kalt, werden die Feuerwehrleute sogar zu unchristlichen Zeiten, wie morgens um 3 Uhr aus dem Bett geholt“, so Manfred Hövels. Selbst beim Neujahrsempfang am Sonntagmorgen mussten die Brandbekämpfer immer damit rechnen, alarmiert zu werden.

Zum Glück blieb der Melder aber stumm und so konnten die Feuerwehrleute, ihre Familien, die Mitglieder der Ehrenabteilung und auch die Ehrengäste, wie Ortsvorsteher Michael Jürgens und von der Stadtverwaltung Mark Lamparski, Marion Korte-Rahn und Heiko Brüggenthies, das leckere und verlockende Brunch-Büffet im Haus Heil genießen.

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