Nutzer des gesperrten Schwimmbeckens hoffen auf Ausweichmöglichkeit in Werne-Stockum

dzGesperrte Schwimmhalle Heil

Nach der Sperrung der Heiler Schwimmhalle stehen mehrere Gruppen und Vereine ohne Trainingsmöglichkeit da. Sie hoffen auf eine Ausweichoption in der Nachbarschaft.

Heil

, 26.08.2019, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der Suche nach einem Ausweich-Quartier für die gesperrte Schwimmhalle in Heil blicken die Nutzer in die Nachbarschaft. In Werne-Stockum gibt es ein Lehrschwimmbecken, das die Stadt mit Beginn der Sommerferien geschlossen hat, weil nun das neue Solebad zur Verfügung steht. Möglicherweise könnten die Gruppen und Vereine, die bisher das Schwimmbecken der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule genutzt haben, ihr Training dort anbieten, meint der Vorsitzende der DLRG Bergkamen, Tobias Schwittek.

Nutzer des gesperrten Schwimmbeckens hoffen auf Ausweichmöglichkeit in Werne-Stockum

Wann das Hallenbad der Friedrich-von- Bodelschwigh-Schule wieder für Unterricht und Training zur Verfügung steht, weiß im Moment niemand. © Stefan Milk


In Werne ist man offen für die Idee

Der Kreis Unna musste das Heiler Becken in der vergangenen Woche wegen gravierender Schäden bis auf Weiteres sperren. Der Idee, nach Werne auszuweichen, scheint dabei nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein. Zumindest wollte der Werner Dezernent Frank Gründken, der auch Geschäftsführer der Natursolebad Werne GmbH ist, sie auf Nachfrage unserer Zeitung nicht von vorneherein von der Hand weisen. „Ich bin immer offen für eine interkommunale Zusammenarbeit“, sagte er. Auch Werner Wassersportvereine hätten Unterstützung aus der Nachbarschaft erhalten, als ihnen während der Bauphase des Solebades keine Trainingsmöglichkeit zur Verfügung stand.

Das Becken in Stockum ist im „Stand-by-Betrieb“

Grundsätzlich ist es offenbar auch möglich, dass Bergkamener Vereine und Gruppen das Becken in Stockum nutzen. Es sei zwar mit dem Sommerferien geschlossen worden, befinde sich aber für alle Fälle im „Stand-by-Betrieb“, sagte Gründken. Allerdings könne es auch nicht von heute auf morgen betriebsbereit gemacht werden: „Das wäre schon mit einigem Aufwand verbunden und mit Kosten.“ Hier könnte vielleicht die Stadt Bergkamen helfen.

Runder Tisch mit Vereinen, Verwaltung und Politik

Zumindest erhofft sich Schwittek das von einem runden Tisch, zu dem er für Mittwoch eingeladen hat. Bei dieser Gelegenheit soll auch darüber beraten werden, ob und wie die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) zusätzliche Trainingszeiten in ihren Bädern zur Verfügung stellen können. Hier erhofft sich Schwittek ebenfalls Schützenhilfe aus dem Rathaus: „Bürgermeister Roland Schäfer sitzt ja im Aufsichtsrat der GSW.“

Auch die Verantwortlichen der Heiler Förderschule haben sich schon Gedanken gemacht, wie sie den Ausfall des Schwimmunterrichtes kompensieren können. Schulleiterin Ursula Landskron sagte auf Anfrage, dass es im neuen Schuljahr für die Schüler verstärkt Bewegungsangebote unter freiem Himmel geben werde.

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