Nur wenig Spenden beim George-Harrison-Abend

dzKirchengemeinde enttäuscht.

Beim George-Harrison-Abend sollte eigentlich eine Spende für die Schule in Princess Town zusammenkommen. Es blieb jedoch nichts übrig. Jetzt gibt es eine neue Aktion zu Weihnachten.

Oberaden

, 20.11.2018, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Pfarrer Reinhard Chudaska von der Martin-Luther-Kirchengemeinde die Spenden nachzählte, die beim George-Harrison-Abend am Freitag zusammengekommen waren, erlebte er eine kleine Enttäuschung. Obwohl rund 150 bis 200 Zuhörer gekommen waren, kamen nur 436 Euro an Spenden zusammen. Chudaska hatte für die Veranstaltung in der Oberadener Martin-Luther-Kirche keinen Eintritt genommen, sondern lediglich um Spenden gebeten. Der Überschuss, den er sich erhofft hatte, sollte eigentlich der Schule in Princess Town in Ghana zugute kommen, die schon seit Jahren von der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt wird.

Das Geld, das durch die Spenden hereinkam, deckte noch nicht einmal die Kosten, bedauert der Pfarrer. Die Kosten des Benefizkonzerts lagen bei knapp über 600 Euro – und waren nur deshalb so niedrig, weil die Musiker die Fahrtkosten aus eigener Tasche bezahlten und weil ein Sponsor die Technik kostenlos zur Verfügung stellte. Schließlich beglichen die Musiker sogar den Preis für die Pizza mit Getränk nach dem Konzert aus eigener Tasche. „Das nehme ich mit herzlichem Dank als weitere Spende an“, sagte der enttäuschte Pfarrer. Sogar beim schlechter besuchten Benefizkonzert der Joachim Foerster Band vor einigen Monaten sei etwa die gleiche Summe an Spenden zusammengekommen.

Spendenbox nicht gefunden

Chudaska ist davon überzeugt, dass es nicht an der musikalischen Qualität an diesem Abend gelegen hat, dass nicht so viel Spendengeld zusammenkam. Vor allem die Sängerin Julia Kropp, die am Konservatorium in Arnheim ausgebildet wird und die vom Bassisten Christoph Chudaska begleitet wurde, boten auch nach Ansicht von Beobachtern ein Musikerlebnis der Extraklasse,

Möglicherweise beruht das relativ geringe Spendenaufkommen aber auch auf einem Missverständnis. Ein Besucher des Konzerts berichtet, dass offenbar ein Teil der Zuhörer nicht mitbekommen hatte, wo und wann Spenden gesammelt wurden. Sie hätten beim Herausgehen aus der Kirche nach dem Konzert schon Geld in der Hand gehabt aber keine Spendenbox gefunden. Deshalb sollen einige das Geld wieder eingesteckt haben.

Chudaska jedenfalls will nicht aufgeben, die Schule in Ghana auch mit Benefizveranstaltungen zu unterstützen. „Die Verantwortung für den Weiterbestand der Schule kann man nicht einfach beiseite schieben. Sie ist mit Spendengeldern aus der damaligen Evangelischen Kirchengemeinde Oberade erreichtet worden und ohne Unterstützung aus Deutschland kann sie nicht weiterbestehen“, teilte der Pfarrer mit.

Alle, die für die Schule in Ghana spenden möchten haben noch die Chance dazu: Zu Weihnachten sucht die Gemeinde Sponsoren, die neue Schulbänke finanzieren. Die alten sind nach Jahren verschlissen. Die Bänke und die passenden Stühle bauen die Mitarbeiter der Schule selbst. Eine Bank-Stuhl-Kombination kostet übrigens 30 Euro.

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