NRW-Ministerin überbringt Geldsegen für das Pestalozzihaus

dzKultur in Bergkamen

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach höchstpersönlich überbrachte jetzt die finanzielle Heimat-Förderung für einen künstlerischen Glanz des Pestalozzihauses - ein stattlicher Betrag.

Bergkamen

, 26.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Zeiten klammer Kommunen ist Ina Scharrenbach, NRW-Heimatministerin aus Kamen, oftmals ein gern gesehener Gast - auch, weil unter anderem das Förderprogramm ihres Ministeriums so richtig brummt. Davon profitiert jetzt auch die Stadt Bergkamen. Mit dem Bewilligungsbescheid in der Hand verleiht die Ministerin dem Pestalozzihaus einen künstlerischen Glanz und Bürgermeister Roland Schäfer ein Lachen im Gesicht.

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„Heimat Werkstatt“ heißt das Landes-Programm, für das sich Bergkamen beworben und die Zusage bekommen hat. Somit darf sich die Stadt über eine deftige Finanzspritze in Höhe von 42.400 Euro freuen. Dazu muss sie selbst weitere 10.600 Euro beisteuern. „Mein Ding! - Bergkamen - Ein Heimatprojekt am Pestalozzihaus“ kommt somit auf insgesamt 53.000 Euro.

Dieser Batzen Geld wird in - oder eher an - das Pestalozzihaus gesteckt. „Geplant sind ein Bilderfries von Fotografien im Innenhof und eine zur Straße hin sichtbare Mosaikfassade“, erklärt Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. Unter dem Heimatgedanken werden die Künstlerinnen Billie Erlenkamp und Manuela Wenz zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Kindern und Jugendlichen das Projekt erarbeiten. Ab September gibt es die Dialogphase, im neuen Jahr folgt die Umsetzung. Bis Mai 2021 muss dann alles umgesetzt sein. „Jetzt sind die Bergkamener gefragt“, lädt Schmidt-Apel ein.

„Was uns verbindet macht uns stark. Bergkamen ist vielfältig, das verbindet.“
Ina Scharrenbach, NRW-Heimatministerin

Ministerin Ina Scharrenbach hatte zuletzt selbst Grünes Licht für das Projekt gegeben. „Zur Heimat gehören Wurzeln. Was uns verbindet macht uns stark. Bergkamen ist vielfältig, das verbindet. Ich denke, dass das Geld hier gut investiert ist“, erklärte sie. Auch Kulturdezernent Marc-Alexander Ulrich freute sich über den „neuen Schliff“ für das Pestalozzihaus. Und Sozialdezernentin Christine Busch ergänzte: „Hier gibt es ein schwieriges Umfeld. Das Projekt verleiht dem Haus eine Wertigkeit. Soziales muss nicht immer handgemacht aussehen.“

Grundschule in Bergkamen wurde 2014 geschlossen

Bürgermeister Roland Schäfer: „2014 haben wir die zentrale Grundschule hier geschlossen. Mittlerweile haben der Familien-Treff und auch die Jugendkunstschule hier eine neue Bleibe gefunden. Ich freue mich, dass wir hier nun weiter investieren können.“

Die vielen Fördertöpfe des Landes NRW können übrigens auch Privatpersonen und Gruppen anzapfen. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.mhkbg.nrw.

Heimat-Werkstatt
  • Es können Projekte und Maßnahmen gefördert werden, die Menschen miteinander in Diskussions- und Arbeitsprozesse bringen und dann umgesetzt werden.
  • Sowohl Städte und Gemeinde als auch private oder gemeinnützige Organisationen können Anträge beim HeimatministeriumNRW stellen.
  • Ein entsprechendes Antragsmuster gibt es auf der Homepage des NRW-Heimatministeriums www.mhkbg.nrw. Eine Onlineantragstellung ist noch nicht möglich.
  • Die Stadt Bergkamen hilft aber auch dabei, entsprechende Anträge beim Ministerium einzureichen.
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