Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

Haus Aden

Für den Bau der Wasserstadt müssen weitere 570.000 Kubikmeter Boden angeliefert werden. Die Transporte sollen aber nicht durch Wohngebiete rollen.

Bergkamen

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

Auf dem Gelände der künftigen Wasserstadt Aden haben die Bodenarbeiten begonnen. Weitere Bodenanlieferungen sind aber vorerst nicht geplant. © Stefan Milk

Die Zufahrt von der Jahnstraße auf das Gelände der künftigen Wasserstadt ist zwar gesperrt. Trotzdem müssen die Anwohner des Geländes der ehemaligen Zeche Haus Aden zunächst nicht fürchten, dass die Bodentransporte vor ihren Fenstern vorbeirollen. Für die Gestaltung des künstlichen Sees, der Mittelpunkt des neuen Stadtteils werden soll, ist frühestens im Herbst wieder neuer Boden erforderlich, wie die stellvertretende Planungsamtsleiterin Christiane Reumke mitteilt.

Bodenmieten werden umgelagert

Zurzeit sind die beiden Unternehmen, die den Auftrag für die Bodengestaltung haben, ohnehin noch damit beschäftigt, die bereits vorhandenen Bodenmieten umzuschichten und an den Stellen einzubauen, an denen sie benötigt werden. Das wird auch noch einige Zeit dauern. Erst danach greifen sie auf den Bodenvorrat zurück, der bereits im Westen des ehemaligen Zechengeländes lagert. Die RAG Montan-Immobilien, die für die Bodenanlieferungen zuständig ist, hatte bereits große Mengen Boden auf das Gelände geschafft.

Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

Durch den Bau der Bahnbrücke ist die Verbindung zur Jahnstraße unterbrochen. © Stefan Milk

Neue Rampe an der Kanalbrücke

Bevor weitere Bodenanlieferungen notwendig werden, will die RAG neben der Kanalbrücke eine neue Rampe anschütten, sodass der Anlieferverkehr zur Wasserstadt wieder von Norden über die Jahnstraße auf das Zechengelände gelangt und nicht durch Wohngebiete in Oberaden muss. Die Rampe ist nicht nur für die Wasserstadt erforderlich, sondern auch für die Halde. Auch dort stehen noch Schüttarbeiten an. Die Lastwagen, die auf die Halde fahren, waren ebenfalls auf das Tor an der Jahnstraße angewiesen, das durch die Bauarbeiten an der Bahnbrücke weggefallen ist. Außerdem soll das Material für die neue Grubenwasserleitung über die Jahnstraße angeliefert werden. „Die Rampe ist deshalb auch gleich im Planfeststellungsbeschluss für die Brücke vorgesehen gewesen“, sagte Reumke.

Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

Anlieferungen sind zurzeit nur über das Westtor an der Rotherbachstraße möglich. Diesen Weg muss auch der Boden für eine Rampe an der Jahnstraße nehmen. © Stefan Milk

Boden für die Rampe kommt über die Rotherbachstraße

Einziger Wermutstropfen für die Anwohner der Rotherbachstraße: Der Boden für die Rampe muss über das Westtor von Haus Aden an der Straße angeliefert werden, weil es zurzeit keine andere Anlieferungsmöglichkeit gibt. Die Stadt und die RAG halten die Belastung durch diese Transporte allerdings für erträglich. Schließlich sei die Rotherbachstraße Kreisstraße, machte Reumke deutlich.

Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

In Richtung Bahn soll der Boden bis zu acht Meter hoch aufgeschüttet werden. © Stefan Milk

Weitere 570.000 Kubikmeter Boden sind erforderlich

Über die Jahnstraße sollen noch beträchtliche Bodentransporte rollen. Für die Wasserstadt sind weitere 570.000 Kubikmeter Boden notwendig, damit der künstliche See gestaltet werden kann. Dafür müssen in Richtung Hamm-Osterfelder Bahn bis zu acht Meter Boden aufgeschichtet werden. Der See wird nicht ins Gelände gegraben, sondern die Fläche um den See wird größtenteils angeschüttet. Sein Wasserspiegel soll exakt so hoch liegen, wie der im Datteln-Hamm-Kanal. Auch Lärm durch die Fallplatte, mit der der Boden verdichtet wird, wird es vorerst nicht geben. „Diese Arbeiten stehen in diesem Jahr noch gar nicht an“, sagte Reumke.

Noch keine neuen Bodenanlieferungen für die Wasserstadt

Der künstliche See soll eine direkte Verbindung zum Kanal bekommen. © Stefan Milk

„Umlagerungsbauwerk“ für belasteten Boden

Der belastete Boden, der auf der Fläche anfällt, soll übrigens nicht abtransportiert, sondern in einem sogenannten „Umlagerungsbauwerk“ eingebaut werden. Dieser Bereich, der nicht bebaut werden soll, ist im Westen des Geländes vorgesehen. Welche Form das Umlagerungsbauwerk haben soll, ist noch nicht klar. Möglich ist ein Aussichtshügel, aber auch eine ebene Fläche, auf der eine Ballspielfläche entstehen könnte. Sicher ist, dass der belastete Boden mit unbelastetem Boden abgedeckt wird.

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