Noch keine Einigung über Flächenkauf für neues Gewerbegebiet

dzOverberger Straße

Die Stadt möchte an der Overberger Straße südlich von Rünthe ein neues Gewerbegebiet ausweisen. Dafür fehlt ihr aber immer noch die wichtigste Voraussetzung.

Bergkamen

, 27.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die städtische Wirtschaftsförderung nach Flächen für die Ansiedlung von neuen Gewerbebetrieben gefragt wird, muss sie meist abwinken. Es gibt zwar noch einige kleinere freie Gewerbeflächen. „Aber bei größeren Ansiedlungen können wir Unternehmen nur eine Absage erteilen“, räumt Bürgermeister Roland Schäfer ein.

Kein Planungsverfahren ohne Flächenkauf

Es ist auch nicht abzusehen, wann sich dieser Zustand ändert. Bisher hat die Stadt noch nicht einmal das Verfahren eingeleitet, um zumindest eine geplante etwa elf Hektar große Gewerbeflächen an der Overberger Straße auszuweisen. Das liegt nicht etwa an den Protesten gegen das Gewerbegebiet südlich von Rünthe, die vor allem vom Aktionskreis „Wohnen und Leben“ ausgehen. Das Problem ist vielmehr, dass die Flächen nicht der Stadt gehören, sondern privaten Eigentümern. Mit denen verhandelt die Stadt schon seit geraumer Zeit über den Kauf der Flächen – ohne bisher zu einem Abschluss gekommen zu sein. „Ohne dass wir über die Flächen verfügen ist es auch sinnlos, das erforderliche Planverfahren einzuleiten“, sagt Schäfer.

Nach seinen Angaben geht es nicht um die grundsätzliche Bereitschaft der Eigentümer, die Flächen zu verkaufen, sondern um die Frage, zu welchem Preis.

Mit solchen Verhandlungen hat die Stadt schon schlechte Erfahrungen gemacht. Zum Gelände der künftigen „Marina Nord“ westlich von Rünthe soll eigentlich nicht nur die Fläche der ehemaligen Gärtnerei Storbeck gehören, die schon länger Eigentum der Stadt ist. Eigentlich sollte sie auch durch benachbarte landwirtschaftliche Flächen in Richtung Kraftwerk Heil erweitert werden. Bisher ist es aber noch zu keiner Einigung mit den Eigentümern gekommen. Mittlerweile plant die Stadt ohne die Flächen.

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Stadt will bei Verhandlungen irgendwann die Reißleine ziehen

Schäfer mag zwar nicht ausschließen, dass die Stadt irgendwann die Reißleine zieht und auch die Verhandlungen um die Flächen an der Overberger Straße wegen mangelnder Erfolgsaussichten beendet. „Aber so weit sind wir noch nicht“, sagte er. Ohnehin würde die Stadt gerne mehr neue Gewerbeflächen ausweisen, um neue Arbeitsplätze ansiedeln zu können. Schäfer kritisierte erneut, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) als Aufsichtsbehörde keine weiteren Neuausweisungen zulässt. Er wies darauf hin, dass in Bergkamen die Arbeitslosenquote immer noch höher als er Landesschnitt und auch höher als der Schnitt im Kreis Unna liegt.

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