Noch kein Angebot für den Bad-Neubau

dzGeplantes Kombibad

Die Stadt wartet immer noch um die Bewerbung eines Investors für den bau des neuen Bades. Zurzeit verhandelt der Investor noch mit zwei Seiten – mit der Stadt und seinen Geldgebern.

Bergkamen

, 04.10.2018, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der private Investor, der möglicherweise das neue Bergkamener Kombibad bauen will, hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Das Unternehmen verhandelt noch nach zwei Seiten, um die Voraussetzungen für die Investition zu schaffen. Dabei geht es darum, mit der Stadt die Kostenbeteiligung für das zu erwartende Defizit des Bades auszuhandeln. Gleichzeitig ist das Unternehmen dabei, mit Banken über die Finanzierung zu verhandeln.

Die Stadt Bergkamen hat nach Angaben von Bürgermeister Roland Schäfer klare Vorstellungen, wie ihre finanzielle Beteiligung an den Betriebskosten für das neue Bad aussehen soll. Sie soll niedriger sein als das, was die Stadt an den bisherigen Badbetreiber – die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) – gezahlt haben. Außerdem will die Stadt keine bösen Überraschungen erleben, wenn das Bad-Defizit höher ausfallen sollte, als der Betreiber kalkuliert hat. Deshalb soll die Verlustbeteiligung nach oben gedeckelt sein. Hinzu kommen die Zahlungen, die von der Stadt für die Nutzung des Bades durch die Schulen und Schwimmvereine geleistet werden müssen. Auch dabei stellt die Stadt eine Bedingung: Schulen und Vereine müssen die gleichen Schwimmzeiten wie bisher behalten. Auch damit muss der mögliche Betreiber kalkulieren: In diesen Zeiten steht das Bad zahlenden Besuchern nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung.

Hauptpunkt Finanzierung

Falls der private Investor wider Erwarten kein Angebot zum Bau des Bades macht, würde die Stadt wieder auf die GSW zugehen und ihn mit den Stadtwerken gemeinsam planen, sagte Schäfer. Nach seinen Angaben handelt es sich bei dem möglichen Investor um ein Unternehmen, das schon über Erfahrungen im Bau und Betrieb von Bädern hat. Schäfer ist zuversichtlich, dass es zu einer Einigung zwischen Investor und Stadt über die Nutzungszeiten und die Betriebskostenbeteiligung kommt. „Der Hauptpunkt ist, ob der Investor die Finanzierung hinbekommt“, sagte Schäfer. Eine Prognose wann das Angebot vorliegt, wollte Schäfer allerdings nicht wagen. Von dem Zeitpunkt, wann klar ist, wer das Bad baut und wann die Planung beginnt, hängt wesentlich ab, ob es auch 2019 noch einmal eine Saison im Wellenbad geben wird. Kommt es schnell zu einer Entscheidung, könnten im kommenden Jahr schon die ersten Arbeiten für das neue Bad anstehen, das auf dem Wellenbad-Gelände entstehen soll.

Falls der Investor ein Angebot macht, heißt das übrigens nicht, dass er auch automatisch zum Zuge kommt. Der Stadtrat müsste der Vergabe an einen Privaten noch zustimmen.

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