Nicht alle ausgesperrten Schwimmer können zurück ins Wasser

dzGesperrte Schwimmhalle Heil

Eigentlich hatten sich die aus der Schwimmhalle in Heil ausgesperrten Sport-Gruppen schon auf einen neuen Trainingsplan in GSW-Becken geeinigt. Dann erreichte sie noch eine Hiobsbotschaft

Bergkamen

, 06.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die aus der Schwimmhalle Heil ausgesperrten Sportler dürfen am kommenden Montag wieder ins Wasser – allerdings nicht alle. Denn nachdem insgesamt sieben Gruppen und Vereine sich auf einen neuen Trainingsplan verständigt hatten, weil das Schwimmbecken in der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule wegen Schäden bis auf weiteres nicht zur Verfügung steht, ereilte sie die nächste Hiobsbotschaft: Die Gemeinschaftsstadtwerke müssen die Kleinschwimmhalle in Kamen-Heeren auf unbestimmte Zeit schließen.

Auch das Ausweichquartier ist gesperrt

Die sollten eigentlich einige der Wassersportler als Ausweichquartier nutzen. Zum Beispiel die Schwimmanfänger: Die DLRG Bergkamen muss ihre Wassergewöhnungs- und Schwimmkurse nun vorerst absagen. Zwar stehen den Lebensrettern zusätzliche Zeiten im Bergkamener Hallenbad zur Verfügung. Aber dieses Becken ist eher für diejenigen geeignet, die bereits schwimmen können, berichtet der Vorsitzende der DLRG, Tobias Schwittek.

Auch andere Vereine und Gruppen müssen zumindest auf einen Teil ihrer Angebote verzichten. So sitzt die Aqua-Fitnessgruppe des Tennisclubs Bergkamen-Weddinghofen vorerst auf dem Trocknen. Seine Wassergymnastik und das Kinderschwimmen kann der Club aber im Hallenbad Methler anbieten.

Gymnastinnen können nicht ins Wasser

Die Hallen- und Wassergymnastinnen vom SuS Oberaden müssen ebenfalls zumindest auf den zweiten Teil ihrer Aktivitäten verzichten. Auch die sollten sich im Heerener Becken abspielen. GSW-Bäderchef Marcus Müller will aber in dieser Woche noch Gespräche mit den Tennisspielern und dem SuS Oberaden führen, ob sich möglicherweise doch noch eine Lösung abzeichnet.

Die wird es für die Rheuma-Liga nicht geben. Die benötigt für ihre Übungsstunden ein Becken mit einer besonders hohen Wassertemperatur. „Die haben wir nicht zur Verfügung“, sagte die städtische Sportdezernentin Christine Busch.

Zu wenig Wasserflächen in Bergkamen

Das zeige, dass Bergkamen mit seinen Wasserflächen an die Kapazitätsgrenzen stoße - zumindest, wenn man nicht nur auf das Schul- und Sportschwimmen blicke. Die Pläne für den Bau eines neuen Bades seien deshalb der richtige Weg, meinte Busch. Immerhin lässt sich die Stadt die Ausweichmöglichkeiten in den GSW-Becken einiges kosten: Die zusätzlichen Ausgaben, die dadurch entstehen bezifferte Busch mit 35.000 Euro pro Jahr. Und die fallen wohl auch 2020 an, denn eine Rückkehr ins Heiler Becken ist vorerst nicht zu erwarten.

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