Neues Wohnviertel an der Lessingstraße – wenn das Hallenbad nach Weddinghofen zieht

dzWohnen in Bergkamen

Ein ganz neues Wohnviertel steht in den Startlöchern: Es soll an der Lessingstraße entstehen. Dafür muss der Stadtrat aber auf dem vorgesehenen Baugelände erst einmal Platz schaffen.

Bergkamen

, 21.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Falls der Stadtrat sich für den Bau eines neuen Hallenbades auf dem Wellenbad-Gelände in Weddinghofen entscheidet, stellt er indirekt die Weichen für den Bau eines neuen Wohnviertels in Bergkamen-Mitte. Es soll dort entstehen, wo jetzt noch das Hallenbad an der Lessingstraße steht – und in seinem Umfeld.

Wahrscheinlich bleibt von den zentralen Einrichtungen, die es im Hallenbad-Umfeld gibt, nur der „Treffpunkt“, in dem die Bergkamener VHS ihre Heimat hat. Außerdem soll die Anlaufstelle des Streetworks dort bleiben, wenn auch nicht am gleichen Standort wie bisher.

Wenn das Hallenbad geht, seht ein großes Areal zur Verfügung

Die Stadt plant für den Fall, dass das neue Bad gebaut wird, nicht nur den Abriss des alten Hallenbades. Auch die ehemalige Gaststätte, jetzt Sitz des DRK, das Awo-Second-Hand-Kaufhaus, die bisherige Anlaufstelle, der Ein-Gruppen-Kindergarten der Awo und die Sporthalle sollen verschwinden. Für die Turnhalle ist bereits Ersatz an der nahe gelegenen Freiherr-vom-Stein-Realschule geplant. Die Awo baut einen neuen Vier-Gruppen-Kindergarten am Hermann-Görlitz-Zentrum und die Streetworker sollen an den Treffpunkt umziehen.

Der Parkplatz am Treffpunkt ist möglicherweise zu groß für die VHS. Die Stadt will deshalb prüfen, ob sie dort einen Anbau für die Anlaufstelle des Streetwork errichten kann.

Der Parkplatz am Treffpunkt ist möglicherweise zu groß für die VHS. Die Stadt will deshalb prüfen, ob sie dort einen Anbau für die Anlaufstelle des Streetwork errichten kann. © Michael Dörlemann

Anbau für die Streetworker auf dem Treffpunkt-Parkplatz

Das Baudezernat überlegt, einen Anbau im Bereich des Treffpunkt-Parkplatzes für die Anlaufstelle zu errichten. „Da lässt sich eventuell ein Teil des sehr groß dimensionierten Parkplatzes entbehren“, sagt Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters.

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Das Areal, das einschließlich des Hallenbad-Parkplatzes und möglicherweise auch des ehemaligen Freibades frei wird, ist riesig. Dort könnte ein neues Wohnviertel nach modernen Kriterien entstehen, meint der Baudezernent: Es soll klimafreundlich und barrierefrei sein. „Zurzeit stehen wir Stand by, bis eine Entscheidung über das Bad gefallen ist“, sagt Peters. Falls das neue Bad gebaut wird, will das Baudezernat einen Rahmenplan für die neue Nutzung der Fläche erarbeiten.

Wohnungsgrundrisse sollen vom Stadion abgewandt sein

Ein Konflikt deutet sich dabei aber schon an: Das benachbarte Nordbergstadion soll da bleiben, wo es ist. In anderen Städten gab es immer wieder Beschwerden über Lärm, der von solchen Sportstätten ausgeht – auch wenn die neue Nachbarn wussten, dass sie in die Nachbarschaft eines Sportplatzes ziehen.

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Solche Konflikte sollen bei der Planung möglichst vermieden werden, sagt der Baudezernent. Die neuen Wohnungen sollen zum Beispiel schallabgewandte Grundrisse bekommen. Sie würden sich dann vor allem nach Süden orientieren – und das ist auch energetisch sinnvoll.

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