Neues Dach für das Pestalozzihaus, weil die Stadt noch schnell Geld ausgeben muss

dzKonjunkturprogramm

Die Stadt hat noch Fördermittel, die sie unbedingt ausgeben muss, damit sie nicht verfallen. Davon sollen die Nutzer im Pestalozzihaus auf dem Nordberg profitieren.

Bergkamen

, 16.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Musikschüler zum Proben ins Pestalozzihaus kommen, Jugendliche die Angebote der Jugendkunstschule nutzen oder Mütter den Familientreff besuchen: Sie werden dabei ab dem kommenden Jahr eine noch größere Wohlfühl-Atmosphäre vorfinden. Die Stadt will der Sanierung der ehemaligen Grundschule am Nordberg sozusagen das Sahne-Häubchen aufsetzen: nach diversen Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen will sie jetzt auch das komplette Dach von Alt- und Neubau sanieren.

Eigentlich war diese Investition gar nicht für dieses Jahr vorgesehen. Aber die Stadt hat das Geld sozusagen übrig – oder noch besser gesagt: Wenn sie es nicht in diesem Jahr ausgibt, ist es weg.

Geld sollte eigentlich in die Sanierung des Eishallen-Dachs fließen

Es handelt sich um Mittel aus dem Konjunkturprogramm III (KP III) der Bundesregierung. Das sind Fördermittel, die einen Nachteil haben: wenn sie nicht bis Ende 2020 ausgegeben sein, müssen die Kommunen, die mit der Förderung bedacht wurden, sie wieder zurückgeben.

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In Bergkamen handelt es sich immerhin um 755.000 Euro. Das Geld war eigentlich für die Sanierung des Eishallen-Dachs eingeplant. Dort sind Baumaßnahmen aber nur außerhalb der Eislaufzeit möglich, die im April beginnt. Die Vorlaufzeit ist zu kurz, wie Kämmerer Marc Alexander Ulrich sagt.

Die Stadt hat schon in die Sanierung der ehemaligen Grundschule investiert. Unter anderem hat sie neue Toiletten bekommen.

Die Stadt hat schon in die Sanierung der ehemaligen Grundschule investiert. Unter anderem hat sie neue Toiletten bekommen. © Stefan Milk

Pestalozzihaus ist dann komplett saniert

Um das Geld nicht verfallen zu lassen, hat sich die Stadt nach einer anderen Möglichkeit umgeschaut, es an einem städtischen Gebäude zu investieren. Dabei ist sie auf das Pestalozzihaus gestoßen. Dort hat die Stadt schon diverse Umbauten vorgenommen, um das Gebäude barrierefreier zu machen und an die neue Nutzung anzupassen. Mit der Dachsanierung sei die Erneuerung des alten Schulgebäudes und seines modernen Anbaus komplett abgeschlossen. Zur Sanierung soll auch eine neue Beleuchtung für die Jugendkunstschule und den Familientreff gehören.

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Auch am Pestalozzihaus drängt jedoch die Zeit. „Es ist ambitioniert, das Geld noch bis Ende 2020 zu verbauen, aber wir können es schaffen“, sagt Ulrich.

Die Stadt muss noch einen Architekten finden, der die Maßnahme plant und per Ausschreibung eine Firma, die sie ausführt – und zwar noch komplett in diesem Jahr.

Insgesamt soll die Sanierung rund 800.000 Euro kosten, von der die Stadt einen Eigenanteil übernehmen muss. Nach Ulrichs Angaben haben andere Städte noch wesentlich größere Summen offen stehen, die sie noch nicht verbaut haben und zurückgeben müssen.

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