Neuer Job und immer noch Geld vom Arbeitsamt

Betrug kostet 900 Euro

Die Tatsache, dass er einen neuen Job hatte, verschwieg ein Bergkamener der Arbeitsagentur und kassierte Unterstützung, die ihm nicht mehr zustand. Das kam den 41-Jährigen teuer zu stehen.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 14.11.2018, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Job und immer noch Geld vom Arbeitsamt

Ein 41-jähriger Bergkamener muss 900 Euro Geldstrafe zahlen, weil er der Arbeitsagentur seinen neuen Job verschwieg. © picture alliance / dpa

Am 22. Februar 2016 trat der Bergkamener seine neue Arbeit an. Doch davon erfuhr die Arbeitsagentur erst viel später. Bis Anfang April erhielt der Mann deshalb zu Unrecht rund 2000 Euro. Dann kam die Überzahlung ans Licht.

Wegen Betrugs musste sich der 41-Jährige am Dienstag vor dem Amtsgericht Kamen verantworten. Das strafbare Versäumnis räumte er über seinen Verteidiger ein und versuchte, es zu begründen. Zunächst habe er von seinem neuen Chef weder einen Arbeitsvertrag noch Lohn erhalten. Später sei das versprochene Geld doch noch geflossen. Und das habe er nicht gemeldet.

Der Anklagevertreter brachte es auf den Punkt: „Wo Rechte sind, sind auch Pflichten.“ Der Bergkamener habe das Amt spätestens am 22. Februar informieren müssen – völlig gleichgültig, ob er Geld von seinem Chef bekommen habe oder nicht. Selbst der Verteidiger gab zu, dass sich sein Mandant hätte räuspern müssen. „Er hat einen Fehler gemacht.“

Das sah der Richter nicht anders und verurteilte den bis dato unbescholtenen 41-Jährigen zu 900 Euro Geldstrafe, die er in Raten abzahlen kann. Dabei wertete der Richter das leere Strafregister und das offene Geständnis zu Gunsten des Angeklagten.

Doch auch er betonte am Ende: „Sie hätten es der Arbeitsagentur melden müssen – egal ob Sie Geld erhalten haben oder nicht.“

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