Neuer Interessent für das „Gate to Asia“: Es hakt noch beim Mietvertrag

dzMarina-Immobilien

Der ehemalige „Skipper-Treff“ in der Marina ist vermietet. Auch für das ehemalige „Gate to Asia“ gibt es einen konkreten Interessenten. Allerdings muss der sich noch mit dem Vermieter einigen.

Bergkamen

, 05.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Achim Krähling wollte, dann hätte er bald wieder einen Mieter für die seit fünf Jahre leer stehende Immobilie am Hafenplatz in der Marina. Und ins ehemalige Restaurant „Gate To Asia“ würde wieder Gastronomie einziehen. Aber die Konditionen, die sich der Mietinteressent wünscht, stimmen nicht mit den Vorstellungen der Beta Eigenheim überein, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter.

Neuer Interessent für das „Gate to Asia“: Es hakt noch beim Mietvertrag

Für das ehemalige Hotel Nauticus hat die Beta eine Nutzungsänderung beantragt, weil dort ein Unternehmen seinen Sitz einrichten will. © Stefan Milk

Der Knackpunkt ist die Laufzeit des Mietvertrages. Der potenzielle Mieter will für fünf Jahre abschließen, die Beta mindestens für zehn. Denn wenn sie den Wünschen ihres möglichen Mieters folgt, muss die Beta ordentlich Geld in die Hand nehmen, um die ziemlich großflächigen Räume des früheren „Gate to Asia“ umzubauen, meint Krähling. Und so eine Investition lohne sich nur, wenn der Mieter sich länger binde.

Hamburger Gründer wollen ins „Gate to Asia“

Der wiederum will offenbar nur ein überschaubares Risiko eingehen. Nach Angaben von Krähling handelt es sich um eine Neugründung aus Hamburg, die Gastronomie im Franchise-System betreiben will. Das bedeutet, dass das Unternehmen mit unabhängigen Partnern zusammenarbeitet, die das jeweilige Restaurant nach seinen Vorgaben führen.

Dass sich die Hamburger erst noch am Markt etablieren müssen, erklärt, warum sie kein Interesse an einer langen Vertragslaufzeit haben. Krähling sagt, er habe dafür Verständnis, aber die Beta müssen eben auch auf ihre Kosten kommen.

Neuer Interessent für das „Gate to Asia“: Es hakt noch beim Mietvertrag

In den ehemaligen Skipper-Treff zieht eine Event-Gastronomie ein. © Stefan Milk

Möglicherweise kommt sie das auch noch. Die Verhandlungen zwischen der Beta und den Hamburger Gastronomen sind jedenfalls keineswegs beendet und Krähling klingt am Telefon so, als ob er mit ihnen doch noch ins Geschäft kommen wolle. Bei einem Gespräch in der vergangenen Woche habe er ihnen eine Absage für ihre Vorstellungen erteilt, zugleich aber ein Gegenangebot gemacht, sagt Krähling. Jetzt müsse man schauen, ob man doch noch zusammenkomme.

Noch ein Interessent für das „Gate to Asia“

Allerdings gibt es auch noch einen zweiten Interessenten für das „Gate to Asia“, mit dem Krähling eigenen Angaben zufolge für diesen Freitag verabredet ist: „Dabei geht es jedoch um eine wohnungswirtschaftliche Nutzung.“ Die muss den Gastrononie-Plänen nicht unbedingt im Wege stehen. Denn nachdem die Beta vergeblich einen Nachfolger für das „Gate to Asia“ gesucht hatte, hat sie im vergangenen Herbst ihr Vermarktungskonzept geändert. Sie teilte die Fläche auf und bot sie getrennt voneinander an.

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Auch die anderen Beta-Leerstände in der Marina kann Krähling abhaken – zumindest teilweise. In den früheren Skipper-Treff ziehen bekanntlich die beiden Gastronomen Ali Celebi und Aziz Gümüsyay aus Kamen und Bergkamen ein. Sie wollen dort eine „Eventgastronomie“ einrichten, die man für private Feiern oder Betriebsfeste mieten kann.

Ex-Hotelräume stehen kurz vor dem Verkauf

Der Skippertreff gehörte einst zum Hotel und Restaurant Nauticus, das seinen Betrieb im Herbst 2017 einstellte. Für die ehemaligen Hotelräume hat Krähling inzwischen einen Kaufinteressenten gefunden – und mit dem ist er auch schon handelseinig geworden. Nach Angaben von Krähling handelt es sich um ein Unternehmen, das seinen Sitz in die Marina verlegen will.

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Weil sich die Nutzung des Gebäudes ändert, ist dafür eine Genehmigung der Stadt Bergkamen nötig, erläutert der Beta-Geschäftsführer. Einen entsprechenden Antrag habe er bereits im Rathaus gestellt: „Sobald der genehmigt ist, können wir den Kaufvertrag unterzeichnen.“

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