Neuer Einsatzbereich für die Feuerwehr Heil, damit sie nach Oberaden ziehen kann

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Die Stadt will die Voraussetzungen schaffen, dass die Feuerwehr Heil mit ins geplante neue Gerätehaus in Oberaden ziehen kann. Sie ist dann aber wohl nicht mehr für ihren ganzen Ortsteil zuständig.

Bergkamen

, 25.02.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Feuerwehr Heil hat immer noch Probleme damit, ins geplante neue Gerätehaus in Oberaden zu ziehen. Sie fürchtet, dass der Weg vom südlichen Ende der Jahnstraße bis in ihren Ortsteil zu weit ist, wenn sie zu einem Einsatz in Heil muss.

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Auch deshalb denkt die für die Feuerwehr zuständige Dezernentin Christine Busch darüber nach, die Einsatzpläne für die Feuerwehr zu ändern. Nach Buschs Angaben macht sich die Feuerwehrführung in Heil vor allem Sorgen, dass sie die Ökostation im Ernstfall nicht schnell genug erreichen kann. Die Bergkamener Feuerwehr muss höchstens acht Minuten nach der Alarmierung einsatzbereit an jeder Stelle im Stadtgebiet sein.

Das Gerätehaus der Feuerwehr an der Nördlichen Lippestraße ist nach Ansicht der Stadt nicht mehr in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu sanieren. Deshalb soll die Einheit mit ins geplante Gerätehaus Oberaden ziehen.

Das Gerätehaus der Feuerwehr an der Nördlichen Lippestraße ist nach Ansicht der Stadt nicht mehr in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu sanieren. Deshalb soll die Einheit mit ins geplante Gerätehaus Oberaden ziehen. © Marcel Drawe

Einheit Rünthe hätte den kürzeren Weg zur Ökostation

Buschs Überlegungen würden wohl bedeuten, dass der Bereich im Osten von Heil, in dem sich die Ökostation befindet, zum Einsatzbereich der Einheit Rünthe gehören würde. Sie hätte nach dem Umzug der Heiler den kürzeren Weg zum Einsatzort.

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Das ist aber wohl nicht der einzige Grund, warum Busch die Einsatzordnung der Feuerwehr ändern will. In einigen Jahren ist die Wasserstadt Aden bebaut – die im Grunde genommen ein neuer Stadtteil ist und ebenfalls zum Einsatzbereich der Einheiten Oberaden und Heil gehören würde.

In der Wasserstadt wird auch die Wasserrettung als neue Aufgaben auf die Feuerwehreinheiten Oberaden und Heil zukommen.

In der Wasserstadt wird auch die Wasserrettung als neue Aufgaben auf die Feuerwehreinheiten Oberaden und Heil zukommen. © Stadt Bergkamen

Wasserrettung als neue Aufgabe

Durch die Wasserstadt kämen auch ganz neue Aufgaben auf die Feuerwehrleute zu, sagt Busch. Dazu wird unter anderem die Wasserrettung gehören, denn der geplanten künstliche See in der Wasserstadt soll auch Anleger für Boote bekommen. Bisher hat nur die Einheit Rünthe ein Boot, weil die Marina zu ihrem Einsatzgebiet gehört.

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Mit dem Umzug der Heiler Feuerwehrleute in das neue Gerätehaus in Oberaden will die Stadt eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Gerätehäuser in beiden Ortsteilen sind marode und nach Ansicht der Stadt mit einem vernünftigen wirtschaftlichen Aufwand nicht mehr zu sanieren. Das Oberadener Gerätehaus ist außerdem zu klein. Die Fahrzeuge passen nur noch so gerade hinein. Außerdem sind alle Spinde belegt.

Die Chance, das Gerätehaus an einer anderen Stelle weiter nördlich an der Jahnstraße zu bauen, sieht Busch nicht. „Wir haben das zwei Mal überprüft, aber haben keine Möglichkeit gefunden“, sagt sie.

Das neue Oberadener Gerätehaus soll auf dem Gelände der Jahnschule gebaut werden. Bisher ist aber noch nicht einmal sicher, wann die Schule umzieht.

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