Schüler aus Heil kommen ständig zu spät zur Schule – jetzt reagiert die VKU

dzNeuer Busfahrplan

Die Anrufe bei der Heiler Ortsvorsteherin häufen sich: Eltern beklagen, dass ihre Kinder zu spät zur Schule kommen. Schuld soll der VKU-Fahrplan sein. Eine Besserung ist in Sicht.

Heil

, 06.11.2019, 15:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es wäre schön, wenn er den Tag stressfrei und pünktlich starten könnte“, sagt Matthias Eggenstein aus Bergkamen-Heil. Der Familienvater hat zwei Kinder, die zur Preinschule gehen und einen Sohn, der das städtische Gymnasium besucht. Letzterer kommt oft erst kurz vor dem Unterrichtsbeginn um 8.10 Uhr am Gymnasium an – manchmal auch zu spät.

Eggenstein ist besorgt. Der morgendliche Stress könne dazu führen, dass ein Kind sich nicht zu 100 Prozent konzentrieren kann. Außerdem sei es unangenehm, sich ständig vor dem Lehrer erklären zu müssen. Eggenstein ist nicht der einzige, der eine Verbesserung der Transportsituation begrüßen würde.

Gymnasium sieht keinen Handlungsbedarf

Rosemarie Degenhardt, die Ortsvorsteherin von Heil habe schon „böse Anrufe“ von Eltern bekommen. Kinder sollen von ihren Lehrern „angemacht“ worden sein, weil sie zu spät gekommen sind. Eggenstein kann das nicht bestätigen. Jedoch hätten manche Lehrer mehr Verständnis, manche weniger.

Dem Gymnasium ist das Problem nicht bekannt. „Wir sehen da keinen Handlungsbedarf“, teilt das Sekretariat auf Nachfrage mit. Dass das Thema am Gymnasium keine große Runde macht, könnte freilich daran liegen, dass nur fünf Schüler betroffen sind. Auch kommen die Schüler nicht jeden Tag zu spät. Laut Eggenstein sei das von dem Bahnübergang an der Rotherbachstraße abhängig. „Da gibt es ja auch oft eine Störung.“

VKU ändert den Busplan zu Montag

Das Hauptproblem ist laut Degenhardt aber weder der Bahnübergang noch die Brückenbaustelle an der Jahnstraße, die die Heiler derzeit umfahren müssen. Sondern der Umweg über die Preinschule.

Seitdem das Taxiunternehmen Kemken die Preinschüler aus Heil nicht mehr zum Unterricht bringt, übernimmt die VKU den Transport. Der Bus hält um 7.43 Uhr am Kirchweg in Heil, macht dann einen Schlenker zur Preinschule und fährt dann in Richtung Gymnasium. Dort soll er laut Plan um 7.58 Uhr ankommen. Der Plan geht aber offenbar nicht immer auf. „Das kann er gar nicht schaffen“, sagt Degenhardt.

Nachdem sie sich an die Verkehrsgesellschaft und auch an die Schulverwaltung gewendet hat, gibt es nun tatsächlich eine Maßnahme, die das Problem aus der Welt schaffen soll: Die VKU kündigt, dass der Fahrplan der Linie 126, die in Oberaden startet und Am Stadtmarkt hält, geändert wird. „Die Busse fahren ab Montag fünf Minuten früher“, sagt Pressesprecherin Inga Fransson.

Warum es genau zu der Änderung kam, sagte Fransson nicht, jedoch sei schon länger daran gearbeitet worden. Die VKU stehe im ständigen Austausch mit ihren Fahrern. Wenn es Probleme oder Verzögerungen – zum Beispiel durch einen Bahnübergang – gebe, dann bekomme man das mit und passe die Fahrpläne auch dementsprechend an.

Der neue Fahrplan tritt bereits am Montag, 11. November, in Kraft. Er wird in Kürze auf der Internetseite der VKU unter www.vku-online.de einzusehen sein. Der Sohn von Matthias Eggenstein kann dann also bereits um 7.38 Uhr am Heiler Kirchweg seinen Schulweg antreten. Um 7.53 Uhr hält er dann am Gymnasium – wenn alles nach Plan läuft.

Die Schüler haben also einen Puffer und dürften genug Zeit haben, um vom Bus in den Unterrichtsraum zu kommen und dort noch einmal zu verschnaufen, bevor der Unterricht startet oder gar eine Arbeit geschrieben wird. Das dürfte nicht nur die Schüler, sondern auch besorgten Eltern wie Matthias Eggenstein freuen.

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