Der erste Teil der Zechenbahntrasse ist asphaltiert. Dazu gibt es nicht nur positive Reaktionen. © Johannes Brüne
Radwege

Neuer Asphalt auf der Trasse freut Radler und ärgert Hundefreunde

Ein erster Abschnitt der Zechenbahntrasse ist asphaltiert. Fahrradfahrer wissen das zu schätzen. Eine Hundehalterin allerdings übt Kritik an dem schwarzen Belag. Zu dem gebe es eine Alternative.

Radfahrer freuen sich darüber, dass der erste Teil der Zechenbahntrasse asphaltiert ist. Hundebesitzer sind etwas skeptischer. Andrea Foltys zum Bespiel, die ihren Vierbeiner regelmäßig auf dem Fuß- und Radweg spazieren führt.

Auf dem rund 700 Meter langen Abschnitt zwischen dem Abzweig zur Waldsiedlung und der Königstraße sind Hund und Frauchen seit kurzem auf Asphalt unterwegs. Dass das für Radfahrer deutlich komfortabler ist als die so genannte wassergebundene Decke, weiß Foltys.

Der schwarze Asphalt heizt sich auf

Allerdings sorgt sie sich, weil die Stadt sich für herkömmlichen schwarzen Asphalt entschieden hat. Der heizt sich an heißen Tagen auf, sagt sie, was für die empfindlichen Hundepfoten zum Problem wird. Gleiches gilt für Wildtiere, die die Trasse queren. Zumal es eine Alternative gibt: Asphalt, der heller und grobkörniger ist. Der Lippeverband will ihn verwenden, wenn er in diesem Jahr die komplette Kuhbachtrasse asphaltiert. Und zwar ausdrücklich, um die Tiere zu schützen.

Allerdings hat dieser Spezialasphalt einen Nachteil, gibt Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters zu bedenken: Er ist deutlich teurer als der herkömmliche Belag. Da der jetzt asphaltierte Abschnitt des Zechenbahnweges dank der Bäume an den Rändern recht schattig sei, habe die Stadt auf diese Investition verzichtet, meint der Dezernent.

Bisher ist die Kuhbachtrasse nur an wenigen Stellen gepflastert. Nun sollen die Radler einen besseren Belage und Vorrang vor den Autos bekommen. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Hundefreundin Foltys gesteht zu, dass der neue Asphalt meist im Schatten liegt. Allerdings fürchtet sie, dass auch der Rest der Trasse demnächst aus schwarzem Untergrund besteht und an heißen Tagen zu No-Go-Area für Vierbeiner wird. Das allerdings geschieht frühestens, wenn sich die Trasse zum Bestandteil des Radschnellweges RS 1 wird – und das dauert noch etliche Jahre.

Weitere Radwege werden asphaltiert

Nichtsdestotrotz werde der städtische Radverkehrsbeauftragte Kontakt zum Lippeverband in Sachen Öko-Asphalt aufnehmen, kündigt Peters an. Denn die Stadt hegt noch weitere Asphaltierungspläne: In Rünthe will sie den Radweg zwischen der Martin-Luther-Straße und der Ringstraße (100 Meter) sowie zwischen der Schlägelstaße und der Klöcknerbahntrasse (800 Meter), in Oberaden zwischen der Burgstraße und der Kuhbachtrasse (200 Meter) sowie in Overberge zwischen der Friedhofsstraße und der Hansastaße (1500 Meter) ausbauen. Zumindest die Ausschreibung dafür will die Stadt laut Peters noch in diesem Jahr in Angriff nehmen.

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Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne

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