Neue Einheit soll den aktiven Feuerwehrleuten den Rücken frei halten

dzFeuerwehr

Wenn die Feuerwehrleute im Einsatz Menschen retten und Brände löschen, muss auch die Logistik im Hintergrund stimmen. Für diese Aufgabe will die Feuerwehrführung eine eigene Einheit gründen.

Bergkamen

, 19.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Bergkamener Feuerwehrleute Brände löschen oder andere Gefahren bekämpfen, dann haben sie alle Hände voll zu tun. Wenn so ein Einsatz länger dauert, brauchen sie deshalb noch weitere Unterstützung: Zum Beispiel Verpflegung oder logistische Hilfe im Hintergrund. Um das zu gewährleisten, will die Bergkamener Feuerwehr jetzt eine Unterstützungseinheit gründen.

Die Wehrleitung setzt zunächst auf eigene Kräfte

Die Führung der Bergkamener Feuerwehr will die Gründung dieser neuen Einheit noch in diesem Quartal in Angriff nehmen, wie ihr Chef Dirk Kemke bei der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte ankündigte.

Feuerwehrchef Dirk Kemke (l.) und seine Stellvertreter Bernd Externbrink (2.v.l.) und Dirk Meyer-Jürgens (4.v.l) haben die Pläne für die neue Unterstützungseinheit bei der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte vorgestellt, zu der auch die Beigeordnete Christine Busch (2. v.r.) und Bürgermeister Roland Schäfer kamen. Außerdem wurde Jennifer Ganz offiziell zur Jugendfeuerwehrleiterin ernannt.

Feuerwehrchef Dirk Kemke (l.) und seine Stellvertreter Bernd Externbrink (2.v.l.) und Dirk Meyer-Jürgens (4.v.l) haben die Pläne für die neue Unterstützungseinheit bei der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte vorgestellt, zu der auch die Beigeordnete Christine Busch (2. v.r.) und Bürgermeister Roland Schäfer kamen. Außerdem wurde Jennifer Ganz offiziell zur Jugendfeuerwehrleiterin ernannt. © Marcel Drawe

Dabei setzt sie zunächst einmal auf die eigenen Kräfte. Wie Kemke berichtet, gibt es eine ganze Reihe von Feuerwehrleuten, die zwar die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr im aktiven Dienst sind, also nicht zu Einsätzen ausrücken.

Zugleich sind viele von ihnen noch so fit und einsatzbereit, dass sie sich nicht schon darauf beschränken wollen, in die Ehrenabteilung zu wechseln, sondern sich weiterhin engagieren möchten. Ihnen böte die neue Unterstützungseinheit eine gute Möglichkeit, aktiv zu bleiben und sinnvolle Aufgaben zu übernehmen.

Die Feuerwehr will Freiwillige anwerben

Wenn die neue Einheit erst einmal steht, kann sich Kemke auch vorstellen, Freiwillige von außerhalb für diese Aufgaben anzuwerben. „Das kann der Koch sein, der die Verpflegung bei Einsätze übernimmt, oder der Pfarrer, der sich um die Notfallseelsorge kümmert“, meint Kemke. Auch sonstige Unterstützer seien gefragt. Sie müssten nicht die ziemlich zeitaufwendige Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau durchlaufen.

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Völlig unvorbereitet will Kemke sie aber auch nicht in den Unterstützungseinsatz schicken. Sie sollen einen Erste-Hilfe-Kurs und eine Art Crash-Kurs absolvieren. „Auf diese Weise bekommen sie einen Eindruck, wie es bei der Feuerwehr zugeht“, sagt Kemke.

13 angehende Feuerwehrleute starten in die Ausbildung

Zugleich sucht die Feuerwehr stets neue Freiwillige für den aktiven Dienst. Interessierte machen zunächst einen halbjährigen Probedienst in einer Löschgruppe.

Wer dann noch dabeibleiben will und den Gesundheitstest besteht, kann an der Ausbildung teilnehmen, die die Feuerwehr einmal pro Jahr anbietet. Ende Januar starten 13 angehende Feuerwehrleute aus Bergkamen ihre Grundausbildung.

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