Christiane Losch traut sich, mitten in der Pandemie das Geschäft „Blumen von Angela" in Bergkamen zu übernehmen. © Johannes Brüne
Einzelhandel

Neue Eigentümerin von „Blumen von Angela“ hat dort schon vor 30 Jahren Pflanzen verkauft

„Blumen von Angela“ ist eine der Institutionen im Bergkamener Einzelhandel. Nun geht Inhaberin Angela Weber in den Ruhestand. Bei der Nachfolge-Suche half ein alter Kontakt – und der Zufall.

Den ein oder anderen Stammkunden von „Blumen von Angela“ kennt Christiane Losch noch. Schließlich hat sie schon einmal in dem Blumengeschäft an der Landwehrstraße gearbeitet. „Vor 30 Jahren habe ich hier angefangen“, sagt sie. Losch blieb zehn Jahre. Dann wechselte sie zu einem Bergkamener Gartencenter. Nun ist sie zurück: Als neue Eigentümerin.

Den Kontakt zu „Blumen von Angela“ verdankt sie einer Freundin. Die erzählte Losch vor drei Jahrzehnten, dass das Geschäft Personal suche. „Im vergangenen Herbst habe ich die selbe Freundin zufällig beim Spazierengehen getroffen“, sagt Losch. Diesmal erfuhr sie, dass die Betreiberin des Geschäftes eine Nachfolgerin suchte. Sie überlegte kurz, dann entschloss sie sich zum Schritt in die Selbstständigkeit: Mitten in einer Pandemie kein ganz kleines Risiko.

Angela Weber führte das Geschäft fast 40 Jahre

Zumal Losch in große Fußstapfen tritt. Fast 40 Jahre hat Angela Weber das Geschäft geführt, man kann sie mit Fug und Recht eine Institution des Bergkamener Einzelhandels nennen. Doch nun ist Schluss. Mit 66 Jahren geht sie in den Ruhestand. Den genießt sie seit dem 1. März.

Angela Weber (r.) hat den Schlüssel des Blumenladens an Christiane Losch übergeben. © Stadt Bergkamen © Stadt Bergkamen

Das Sagen im Laden hat jetzt die 51-jährige Losch. Der Name bleibt und die fünf Mitarbeiter auch. Obwohl Losch ihr neues Geschäft in schwierigen Zeiten antritt, blickt sie optimistisch in die Zukunft.

Im Lockdown bleibt das Geschäft geöffnet

Auch deshalb, weil „Blumen bei Angela“ während des Lockdown durchgehend geöffnet blieb. „Wir verkaufen verderbliche frische Ware“, sagt sie. Der Handel damit ist zulässig, wenn das Geschäft die Hygienerichtlinien einhält. Am Beginn der Pandemie war das noch anders: Da mussten auch die Blumenläden schließen. Nach einigen Wochen durften sie aber wieder öffnen.

Nach den Erfahrungen ihrer Vorgängerin und auch eigene Erlebnissen am alten Arbeitsplatz ist Losch zuversichtlich, gut durch die Corona-Krise zu kommen. „Die Menschen bleiben im Moment viel zu Hause“, sagt sie. Da steige der Bedarf an Blumen und anderer floristischer Dekoration. Der beginnende Frühling und das bevorstehende Osterfest tun ihr Übriges zum Umsatz.

Die Zeichen stehen gut dafür, dass das traditionsreiche Bergkamener Blumengeschäft auch nach dem Eigentümerinnenwechsel eine florierende Zukunft vor sich hat. Zumal sich Christiane Losch auf einen Stamm fester Kunden stützen kann. Einige davon hat sich ja schon vor 20 oder 30 Jahren bedient.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne
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