Neue Aussichtsplattform am Beversee kommt nicht so bald

dzErneut verschoben

Der Wiederaufbau der Aussichtsplattform am Berversee wird endgültig zur unendlichen Geschichte. Der Regionalverband Ruhr (RVR) verschiebt sie erneut – diesmal auf unbestimmte Zeit.

Bergkamen

, 02.09.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Wanderer an den Beversee kommen, heißt es noch auf unbestimmte Zeit: „Sie sehen, dass sie nichts sehen.“ Wer hofft, von der Aussichtsplattform am Südufer des Gewässers einen Blick auf die Wasserfläche werfen zu können, wird noch lange enttäuscht. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Wiederaufbau der Plattform erneut abgesagt, diesmal aber auf unbestimmte Zeit.

RVR nennt keinen bestimmten Zeitraum mehr

Sie könne keinen verbindlichen Zeitrahmen mehr nennen, sagte RVR-Sprecherin Barbara Klask auf Anfrage. Nach ihren Angaben will der Verband die Plattform immer noch neu errichten. Auf einen Zeitpunkt will sie sich aber nicht mehr festlegen.

Die hölzerne Plattform war bereits im Jahr 2016 von RVR-Mitarbeitern demontiert worden, weil das Holz morsch und das Bauwerk baufällig war. Seitdem hat der Regionalverband den Wiederaufbau im Drei- bis Vier-Monats-Rhythmus immer wieder verschoben. Nach Angaben des Regionalverbandes waren immer andere, dringendere Arbeiten dazwischen gekommen – zum Beispiel die Beseitigung von Sturmschäden.

Neue Aussichtsplattform am Beversee kommt nicht so bald

Bereits 2016 hatten RVR-Mitarbeiter die marode Plattform abgebaut. Damals sollte sie noch schnell wiederaufgebaut werden. © Stefan Milk

Wiederaufbau in diesem Sommer wegen Naturschutz verschoben

Eigentlich sollte es in diesem Sommer endgültig so weit sein. Der Wiederaufbau der Holzkonstruktion befand sich sogar schon fest im Arbeitsplan des RVR. Doch auch diesmal kam es wieder anders. Naturschützer erhoben Einspruch, weil sie fürchteten, dass die Tierwelt während der Brut- und Aufzuchtphase durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden könnte. Der RVR zeigte sich einsichtig und verschob die Arbeiten erneut, diesmal auf den Herbst. Auch daraus wird nichts, wie Klask jetzt auf Anfrage einräumte. Es ist jetzt schon abzusehen, dass dem RVR auf nicht absehbare Zeit die personellen Kapazitäten fehlen, um die Aussichtsplattform neu zu bauen.

Keine Mittel für Vergabe

Das liegt auch daran, dass der Regionalverband nach Klasks Angaben darauf angewiesen ist, die Plattform mit eigenen Kräften wiederaufzubauen. Eine Vergabe an eine Firma komme aus finanziellen Gründen nicht in Betracht. Die erneue Absage trifft übrigens auch die Naturschützer. In den vergangenen drei Jahren hatte insbesondere Karl-Heinz Kühnapfel vom Naturschutzbund Nabu die Aussichtsplattform jedes Mal bei seinen Weihnachtswanderungen vermisst.

Es sieht ganz so aus, als wenn sich die Weihnachtswanderer auch in diesem und im kommenden Jahr an diesen Zustand gewöhnen müssen – und möglicherweise auch für einen noch längeren Zeitraum.

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