Neue Anlaufstelle für Jugendliche in der Umgebung des „Treffpunkts“

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Die Bergkamener Jugendlichen müssen noch einige Zeit warten, bis das Streetwork eine neue Anlaufstelle bekommt. Sie soll dann wahrscheinlich nicht weit weg ein neues Gebäude bekommen.

Bergkamen

, 20.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei der Jugendveranstaltung „Bergkamen für all“ am vergangenen Wochenende wünschten sich die Jugendlichen eine neue, größere Anlaufstelle für das Streetwork. Die „Anlaufstelle Anstoß“ am Nordbergstadion ist schon lange zu klein und für die Anforderungen an die Arbeit der Streetworker auch nicht mehr passend. Sie übernimmt auch die Aufgabe eines Jugendheims, das es in Bergkamen-Mitte schon seit Jahren nicht mehr gibt.

Bürgermeister Roland Schäfer meint zwar, dass die Jugendlichen mit ihrem Wunsch bei der Stadt offene Türen einrennen. Eine neue Anlaufstelle sei schon längst geplant. Der Haken dabei: Die für das Streetwork zuständige Dezernentin Christine Busch kann weder sagen, wann es die neue Anlaufstelle geben wird, noch wo genau sie gebaut wird.

Die bisherige Anlaufstelle an Nordbergstadion und Hallenbad ist schon seit einigen Jahren zu klein.

Die bisherige Anlaufstelle an Nordbergstadion und Hallenbad ist schon seit einigen Jahren zu klein. © Stefan Milk

Anlaufstelle zieht wahrscheinlich in die Nachbarschaft

Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass die neue Anlaufstelle nur wenige Meter von der alten entfernt liegen könnte. Die Stadt denkt nach Angaben von Schäfer unter anderem über einen Anbau an das VHS-Gebäude „Treffpunkt“ nach. Es liegt ebenfalls an der Lessingstraße, fast gegenüber der alten Anlaufstelle. In Frage käme wohl eine Erweiterung des Treffpunkts in Richtung Präsidentenstraße, dort wo sich die Parkplätze befinden. „Es müssten aber ausreichend Parkplätze erhalten bleiben“, sagt Schäfer.

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Bisher handelt es sich laut der Sozialdezernentin jedoch nur um vage Überlegungen. Klar ist jedoch, dass die Stadt einen Standort im Umfeld des Treffpunkt ins Auge gefasst hat. Der gesamte Bereich soll überplant werden, sobald das Hallenbad abgerissen ist. In diesem Zuge könnte eine neue, größere Anlaufstelle gleich mitgeplant werden. Sie soll auf jeden Fall in Bergkamen-Mitte im Umfeld des Nordbergs bleiben.

Neue Nutzung des Bereichs hängt am Bad-Neubau

Darin liegt aber auch das Problem: Das Hallenbad kann erst abgerissen werden, wenn das neue, geplante Kombibad am Häupenweg in Weddinghofen fertig ist – und das wird noch einige Jahre dauern.

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Die Stadt hatte die Kosten für eine neue Anlaufstelle ein Stück weiter entfernt in einem Wohnbereich auch schon einmal rechnen lassen, wie Busch sagte. Weiter war sie aber mit ihren Planungen nicht gekommen.

Das Sozialdezernat sucht auch schon seit einigen Jahren nach einem neuen Standort. Die ehemalige apostolische Kirche an er Lassallestraße, die ebenfalls schon im Gespräch war, wurde jedoch wegen zu hoher Heizkosten verworfen.

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