Neubau für das Museum – und für die Vereine

dzZwischentrakt wird abgerissen

Das Stadtmuseum wird sich im Zuge der Umgestaltung deutlich stärker verändern als ursprünglich vorgesehen. Dafür muss die Stadt aber auch erheblich mehr Geld in die Hand nehmen.

Bergkamen

, 28.11.2018, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie will den maroden Zwischentrakt abreißen lassen, in dem früher die Druckwerkstatt untergebracht war. An seiner Stelle soll ein Neubau für den komplett neugestalteten Eingang des Museums entstehen. Der Kulturausschuss und der Bauausschuss des Stadtrates haben am Mittwoch den Weg für dieses Vorhaben in einer gemeinsamen Sitzung grundsätzlich freigemacht. Sie votierten einstimmig für die Planungen.

Zuvor hatte der Hagener Architekt Markus K. Meier seinen Entwurf erläutert. Er will einen eingeschossigen etwa fünf Meter hohen Neubau mit einem Flachdach errichten, der deutlich weiter nach vorne ragt als das bestehende Museumsgebäude. In dem neuen Zwischentrakt will der Architekt nicht nur das Foyer samt Museumskasse und eine Cafeteria unterbringen, sondern auch einen Multifunktionsraum.

Das dürfte die Akzeptanz der Neubaupläne erhöhen. Denn der rund 160 Quadratmeter große Saal soll für Zwecke des Museums und Veranstaltungen zu Verfügung stehen, aber auch für die heimischen Vereine -– denen gehen angesichts des Kneipensterbens langsam die Treffpunkte aus. „Ein Museum ist nicht nur ein Ort, an dem wir Exponate sammeln und ausstellen, dort findet auch öffentliches Leben statt“, begründete Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich die Pläne. Zudem habe das Museum auch eine städtebauliche Bedeutung, betonte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters. Deshalb soll auch der bisher ziemlich öde Museumsplatz attraktiver gestaltet werden.

Diese Bauvorhaben haben natürlich ihren Preis. Die Kosten für Abriss und Neubau bezifferte Meier mit rund 1,337 Millionen Euro. Zudem will er 1,4 Millionen Euro ausgeben, um den Museumsaltbau energetisch zu sanieren und brandschutztechnisch auf den neusten Stand zu bringen.

Diese Arbeiten sollen im ersten Bauabschnitt im nächsten Jahr erledigt werden. Der Rat soll dafür in seiner Sitzung im Dezember eine zusätzlich Ausgabe in Höhe von 825.000 Euro bewilligen. Das Geld für den Neubau will Ulrich, der auch Stadtkämmerer ist, in den nächsten Doppelhaushalt einplanen und dafür auf Rücklagen zurückgreifen.

Die Kosten von knapp 2,8 Millionen Euro schrecken die Mitglieder der Ausschüsse nicht. Offenbar folgten sie der Rechnung, die Kay Schulte (SPD) aufmachte: In der 50.000-Einwohner-Stadt Bergkamen ergebe das 56 Euro pro Bürger.

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