Über eine „Super-Saison“ freut sich noch vor deren Ende der Schwimmverein Heil als Betreiber des Naturfreibades. Zweimal musste das Bad sogar geschlossen werden, weil es zu voll wurde.

Heil

, 17.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Das gab es letzte Mal 2003“, erinnert sich Friedrich-Karl Knäpper, Vorsitzender des Schwimmvereins. An Spitzentagen besuchten in diesem Sommer zwischen 800 und 1000 Besucher das Naturfreibad. Mehr geht nicht: „Wenn wir sehen, dass beide Parkplätze besetzt sind, machen wir zu“, sagt Knäpper. Zwar verfüge das Bad auch dann immer noch über genügend freien Platz sowohl auf der Wiese als auch im Wasser, aber eng könne es dann schon an einigen Stellen werden.

Naturfreibad zweimal „wegen Überfüllung“ geschlossen

Das Schwimmbecken im Naturfreibad hat nur an einigen Stellen ein befestigtes Ufer. Ansonsten ist der Lippe-Altarm weitgehend naturbelassen und lädt zum Bad zwischen Schilf und Seerosen ein. © Stefan Milk

Bis zu 1000 Besucher

Es gab Zeiten, in denen der Schwimmverein durchaus mehr Badegästen Eintritt gewährt habe. „Da haben wir übertrieben“, so Knäpper. Und anschließend hätten sich die Mitglieder den Vorwurf gefallen lassen müssen, sie seien eher am Gewinn orientiert als am Wohl der Schwimmer. „Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen“, sagt Knäpper. So ist mittlerweile bei maximal 1000 Besuchern Schluss. Tatsächlich ist es aber auch 15 Jahre her, dass es zum letzten Mal nötig war, das Bad vorsorglich zu schließen.

Was das Wetter und die Besucherzahlen in diesem Jahr anbelangt, mag sich Friedrich-Karl Knäpper natürlich keineswegs beschweren: Das Vorjahr sei eine Katastrophe gewesen, in den Jahren 2015 und 2016 war der Schwimmverein mit den Besucherzahlen zufrieden.

Das Saisonende könnte der 15. September sein, doch wenn das Sommerwetter anhält, wird der Heiler Schwimmverein die Saison verlängern. Obwohl die vier Mitglieder des Vereins, die neben Knäpper den Betrieb des Naturfreibades aufrechterhalten, kräftemäßig ein wenig an ihre Grenzen stoßen. „Eigentlich haben wir viel zu wenig Helfer“, bedauert der Vorsitzende des Schwimmvereins.

DLRG unterstützt

Doch so schnell finden die sich auch nicht. Unterstützung während des aktuellen Betriebs erhält der Verein von Mitgliedern der DLRG-Ortsgruppen Hamm und Werne. Die übernehmen die Aufsicht der Badegäste im Wasser, und erledigen diese Aufgabe nach Angaben Knäppers mehr als gründlich: „Darauf können wir uns verlassen.“

Naturfreibad zweimal „wegen Überfüllung“ geschlossen

Vorsitzender Friedrich-Karl Knäpper misst regelmäßig die Sichttiefe des Wassers im Naturfreibad. © Stefan Milk

Wasser vom Dach

Ebenso wie auf die Wasserqualität. Denn während das Naturfreibad in früheren Jahren nach mehreren heißen Tagen nicht wegen der vielen Besucher, sondern der schlechten Wasserqualität schließen musste, ist dies mittlerweile nicht mehr nötig. Der Heiler Schwimmverein unter dem Vorsitz von Knäpper hat Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. So fließt permanent frisches Brunnenwasser in den alten Lippearm, Umwälzpumpen sorgen für zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Vor etwa drei Jahren entschied sich der Verein außerdem dazu, das Wasser vom Dach der Gebäude ins Wasser zu leiten. „Wir haben uns vorher ausgiebig mit dem Thema beschäftigt, aber es ist so alles in Ordnung,“ schiebt Knäpper mögliche Bedenken beiseite. Und er freut sich sogar über den Regen am Freitagvormittag: „,Da kann sich unser Wasser mal so richtig erholen.“

Lesen Sie jetzt